Neunkirchen

Erstellt am 26. Mai 2017, 05:00

von Christian Feigl

Elefant in Disco mit Beil attackiert: Prozess. Ihren Frust ließ die ehemalige Betreiberin am Wahrzeichen der Disco aus. Das Gericht verurteilte sie, den Schaden in der Höhe von 3.500 Euro zu begleichen.

Er war und ist das Kultzeichen im „Shangri La“: Der lebensgroße Kunststoff-Elefant, den im Vorjahr eine Attacke mit der Axt fast vollständig zerstört hätte. Im Herbst soll nun auch die Disco wiederbelebt werden.  |  Feigl

Ende der 70er Jahre hatte die Disco „Shangri La“ mit ihrem lebensgroßen Elefantenmodell Kultstatus, der weit über die Bezirksgrenzen hinaus reichte.

Die Gäste kamen in das Tanzlokal in der Fabriksgasse aus Nah und Fern. Auch um den Elefanten zu sehen, dem im Vorjahr beinahe der Garaus gemacht worden wäre. Die ehemalige Betreiberin des Lokals hatte im Frust die Figur mit einem Beil attackiert und musste sich nun wegen schwerer Sachbeschädigung vor dem Landesgericht verantworten.

3.500 Euro Schaden

„Rüssel und Beine waren kaputt, der Elefant hat ausgesehen wie eine lebendige Leiche“, erinnert sich Besitzer Patrick Holzinger an den Anblick im Mai des Vorjahres. Über 3.500 Euro mussten zur Rettung der Kultfigur investiert werden. Ein Schaden, den die Verursacherin laut Richter Hans Barwitzius zur Gänze übernehmen muss. Die zeigte sich beim Prozess einsichtig, wollte aber die Rechnung für die Reparatur als Beweis sehen, was Holzinger zusicherte.

Das Urteil nahm sie vorläufig in Anwesenheit einer Schulklasse, die dem Prozess lauschte, an. Übrigens: Im Herbst soll das Tier bei einer Neuübernahme wieder ein Comeback feiern.