Erstellt am 30. Januar 2018, 04:00

von Clemens Thavonat

FPÖ: Wermutstropfen im Jubel. Funktionäre und Sympathisanten bejubelten den Wahlausgang und die enormen Stimmenzuwächse für die FPÖ. Aber Ärger, dass kein Mandatar im Landtag sitzt.

In Feierlaune: Regina Danov, Norbert Höfler und Waltraud Toder genossen den Wahlerfolg.  |  Clemens Thavonat

Das war aber ein Jubel, als sich die Bezirks-Blauen am Abend des Sonntags im Neunkirchner Restaurant „Cilli“ zum gemeinsamen Revue-Passierenlassen der Vorgänge und Ergebnisse der Wahlen trafen.

Auch wenn die Obmänner Robert Toder und Spitzenkandidat Jürgen Handler sich nicht beim Treffen einfanden, da sie Aufgaben in der Bezirkshauptmannschaft bzw. in der Landeswahlbehörde in St. Pölten wahrzunehmen hatten, tat das der Stimmung keinen Abbruch.

Tauchner: "Funktionären unendlich dankbar"

Besonders Bezirksparteiobmann Edmund Tauchner zeigte sich in Hochstimmung: „Ich bin meinen Funktionären unendlich dankbar“, so der Obmann. „Doch komme ich nicht umhin, auch Kritik zu üben, Kritik an der Landesparteiführung. Die vergangenen Jahre hat die FPÖ im Bezirk Neunkirchen hervorragende Arbeit geleistet, auch Wahlergebnisse stets über dem Landesschnitt eingefahren“, ärgert er sich auch.

„Zum Dank wird unser Spitzenkandidat an die 13. Stelle gereiht – weit weg von der Möglichkeit, einen Sitz im Landtag zu ergattern. Das hinterlässt aber auch bei der Wählerschaft bereits schlechte Eindrücke“, warnt Tauchner vor Stimmungsschwankungen.

Handler: "Kann Stimmung nicht trüben"

Nicht ganz so drastisch sieht das der Spitzenkandidat Jürgen Handler: „Nun, das sind Beschlüsse der Landespartei, das müssen wir akzeptieren. Aber es ist sicher etwas, das bei nächster Gelegenheit im Landesparteivorstand zur Sprache kommen sollte. Im Übrigen freue ich mich derzeit dermaßen über unseren Erfolg, dass auch das meine Stimmung nicht trüben kann.“

Das Feiern blieb davon unberührt, die angereisten Funktionäre, darunter Alt-Stadtparteiobmann Norbert Höfler, Franz Sommer, GVV-Obmann Harald Eigenberger, Stadtparteiobfrau Regina Danov, Julia Vargek-Ipsa, Alt-Alt-Obmann Johann Sinabel und viele mehr, ließen ihrer Freude freien Lauf. So manche Sektflasche wurde „geköpft“ und in heiterer Stimmung und bei Jubel auch geleert.

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