Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:37

von Christian Feigl

Lehrbub sorgte für Überflutungschaos. Zwei Geschäfte in der Hauptplatzpassage von Wasser schwer geschädigt. Eröffnung von Cafe wurde verschoben.

Larissa Reisenbauer: »Mir ist die ganze Sache ziemlich unangenehm!«  |  NOEN, Fotos: Feigl

Diesen Freitag wollte Larissa Reisenbauer eigentlich ihr „City Cafe“ (ehemals Cafe Harrer) in der Hauptplatzpassage aufsperren: Doch zwei von einem Lehrbuben angebohrte Heizungsrohre machten dem geplanten Vorhaben nicht nur einen Strich durch die Rechnung, sondern legten auch noch die sich darunter befindliche Cafe Konditorei „Zucker & Salz“ von Elisabeth Windbichler lahm.

Ausgangspunkt des Malheurs war die geplante Verlegung eines neuen Bodens im Barbereich: „Dabei hat der Lehrbub der vom Vermieter beauftragten Firma aber versehentlich ein sich unter dem Boden befindliches Wasserrohr angebohrt und es auch gleich gesagt“, erinnert sich Reisenbauer im Gespräch mit der NÖN. Bis allerdings das Wasser gestoppt werden konnte, dauerte es ein wenig.

Boden und Einrichtung kaputt

Die Folgen waren fatal: Das darunter liegende Geschäft von Elisabeth Windbichler wurde zum ersten Mal schwer in Mitleidenschaft gezogen. Doch ein Unglück kommt bekanntlich selten allein: Als am Nachmittag die Arbeiten fortgesetzt wurden, dürfte der Lehrbub bei der Heizung abermals ein Rohr angebohrt haben. Da die Heizung aber noch nicht in Betrieb war und der Verursacher offenbar aus Angst nichts sagte, blieb das Malheur so lange unentdeckt, bis zum ersten Mal die Heizung eingeschaltet und abermals das Lokal von Windbichler geflutet wurde.

Mit schlimmen Folgen: Während das „Zucker & Salz“ komplett neu eingerichtet werden musste (es sperrte am 12. Oktober wieder auf), musste auch im „City Cafe“ der Boden teilweise wieder herausgerissen und der Estrich neu gemacht werden. „Eine Katastrophe“, so Reisenbauer, „mir tut ja auch die Kollegin extrem leid und mir ist das Ganze sehr unangenehm!“

Von der geplanten Eröffnung am 16. Oktober musste sie sich ebenfalls wieder verabschieden. „Die Werbemittel und Einladungen wurden bereits gedruckt. Ich habe nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen Imageschaden. Wir hoffen, dass alles durch eine Versicherung der ausführenden Firma gedeckt ist“, ist Reisenbauer etwas verzagt. Auch Elisabeth Windbichler ist alles andere als erfreut: „Ich musste das Geschäft zwei Wochen komplett schließen. Jetzt gibt es aber wieder das volle Angebot in gewohnter Manier.“