Neunkirchen

Erstellt am 11. Juli 2017, 09:03

von Christian Feigl

Minoritenplatzpläne werden überarbeitet. Die Gestaltungspläne sollen im Sommer noch einmal überarbeitet werden. Auch Ideen können noch eingebracht werden.

Die Umbaupläne des Minoritenplatzes sorgen weiterhin für große und emotionale Debatten.  |  NOEN, Feigl

Eindeutiger geht es wohl kaum: Bei der aktuellen NÖN Online-Umfrage sind mehr als 80 Prozent mit den Umgestaltungsplänen des Minoritenplatzes in Neunkirchen nicht zufrieden. Wie berichtet soll es künftig nur mehr eine Busspur, dafür aber 36 Parkplätze geben. Auch die Opposition übt an den Plänen heftige Kritik, die NÖN berichtete ausführlich.

Mittlerweile versucht sich auch die Stadtregierung in Schadensbegrenzung: „Wir haben ja nur Gestaltungsmöglichkeiten angedacht. Das ist ein erster Plan und der ist noch nicht in Stein gemeißelt“, meldete sich etwa ÖVP-Wirtschaftstadtrat Armin Zwazl in der Vorwoche zu Wort. Allerdings stehe für ihn außer Zweifel, dass Parkplätze für den Innenstadtbereich benötigt werden: „Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir auch für die Jugendlichen dort eine Entfaltungsmöglichkeit oder ein wenig Grünraum schaffen!“ Gleichzeitig lädt er alle ein, sich mit weiteren Ideen einzubringen. Bis Herbst soll diese Nachdenkphase nun dauern, ehe dann tatsächlich mit dem Umbau begonnen wird.

Bei der Opposition zeigt man sich vom Gesinnungswandel zwar überrascht, begrüßt ihn aber: „Alles andere als nur eine Betonwüste ist schon besser“, so SPÖ-Stadtrat Günther Kautz.

Zitate

„Wir haben ja nur Gestaltungsmöglichkeiten angedacht. Das ist ein erster Plan und der ist noch nicht in Stein gemeißelt.“
ÖVP-Wirtschaftstadtrat Armin Zwazl.

„Alles andere als nur eine Betonwüste ist schon besser!“
SPÖ-Stadtrat Günther Kautz zeigt sich vom Rückzieher überrascht, ist aber damit zufrieden.

„Nur Parkplätze sind ein dürftiges Ergebnis. Für ältere Personen wurde überhaupt nichts gemacht!“
FPÖ-Stadtparteiobmann und Gemeinderat Norbert Höfler.

„Wir werden uns das jetzt einmal genau anschauen und dann schriftlich unser Statement dazu abgeben.“
Franz Feilhauer, Obmannstellvertreter des Unternehmervereins „Aktive Wirtschaft“.

„Im Moment möchte ich mich dazu nicht mehr äußern.“
ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer will nun den finalen Entwurf für die Umgestaltung abwarten und sich dann zu Wort melden.