Erstellt am 24. Mai 2016, 05:44

von Christian Feigl

Mit NÖN-Hilfe skurrile Radarstrafe bekämpft. Puchbergerin soll zur gleichen Zeit mit derselben Geschwindigkeit in zwei verschiedene Richtungen gefahren sein...

Ingrid Hettinger zeigt am Stadtplan, wie sie gleichzeitig in zwei verschiedene Richtungen mit derselben Geschwindigkeitsübertretung gefahren sein soll.  |  NOEN, Foto: Feigl

Zur selben Zeit, am selben Ort, und auch mit der selben Geschwindigkeitsübertretung, aber das Ganze in zwei unterschiedliche Fahrtrichtungen – diese beiden skurrilen Anonymverfügungen flatterten einer Puchberger Pensionistin von der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen ins Haus, die sie nun erfolgreich mit Hilfe der NÖN bekämpfte.

Ort des Geschehens am 12. April war die Augasse 16. „Ich kann mich erinnern und weiß, dass ich Richtung Werksgasse gefahren bin. Möglicherweise auch zu schnell, aber nur in eine Richtung. Anders geht es doch gar nicht.

Dass man mir auch zeitgleich vorwirft, vor dem selben Haus auch in Richtung Fabriksgasse mit derselben Geschwindigkeitsübertretung unterwegs gewesen zu sein, ist ein Ding der Unmöglichkeit“, ist Ingrid Hettinger zu Recht höchst verärgert: „Eine Strafe habe ich natürlich bezahlt, die andere möchte ich nicht zahlen. Dabei geht es mir aber nicht um die 45 Euro, sondern ums Prinzip!“

Einstellung des zweiten Strafverfahrens

Nach NÖN-Intervention hat sich die Bezirkshauptmannschaft gemeldet und einen Fehler eingestanden: „Eine Prüfung des Sachverhaltes gemeinsam mit der Stadtpolizei Neunkirchen heute hat ergeben, dass bedauerlicherweise ein Versehen bei der Anzeigenerstellung vorgefallen ist.

Seitens der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen als Strafbehörde wird Frau Hettinger von der Einstellung des zweiten Strafverfahrens verständigt werden“, hatte Bezirkshauptmann Stellvertreter Martin Hallbauer für die Puchbergerin eine gute Nachricht.