Erstellt am 20. Oktober 2015, 10:39

von Christian Feigl

Pesendorfer wurde Opfer von Betrügern. Betrüger knackten sein Facebook-Konto und wollten von seinen Kontaktadressen die Überweisung von 6.867,60 Euro.

Gerhard Pesendorfer wurde zum Opfer von Internet-Betrügern.  |  NOEN, J.A.
Was des einen Freud, ist des anderen Leid: Bislang dachte sich Versicherungsunternehmer Gerhard Pesendorfer, dass er über Facebook im Internet tolle Werbung für seine Kleine Galerie machen kann. Ein Schuss, der in der Vorwoche nach hinten losging. Pesendorfers Konto wurde von Betrügern gehackt, die daraufhin seine gesamten Kontakte für einen groß angelegten Betrugsversuch nutzen wollten.

„Hallo!!! Hoffe, es geht dir bestens :) Kann ich dich um etwas bitten? Da ich keinen Akku hab, kann nicht anrufen! Bin grade per Tablet unterwegs. Hast onlinebanking??? Hab ne sehr große Bitte, LG Gerhard Pesendorfer“, hieß es in dem ersten Kontaktversuch der Betrüger. Wer sich darauf einließ und antwortete, bekam die Bitte um eine Auslandsüberweisung von 6.867,60 Euro samt der zugehörigen Bankdaten.



„Bei mir hat das Telefon natürlich Sturm geläutet. An die 50 Personen haben sich gemeldet und mich über den Betrugsversuch sofort informiert“, erinnert sich Pesendorfer, dem die Angelegenheit sehr unangenehm ist. „Soweit ich bis dato weiß, hat niemand überwiesen. Zum Glück war der Betrag auch sehr hoch gewählt, dass die Leute sofort stutzig wurden!“

Mittlerweile weiß der Versicherungsspezialist auch, wie die ganze Sache ins Rollen gekommen ist: „Ich wurde vor ein paar Tagen aus der Schweiz angerufen, dass man für eine Homepage Bilder benötigen würde. Dazu musste ich mich mit meinem Facebook-Account einloggen. Ich habe mir dabei nichts gedacht, ein schwerer Fehler, wie sich nun herausstellte.“

Gleichzeitig warnt er alle Kollegen vor dieser Masche: „Obwohl ich mich mit Computern ganz gut auskenne, bin ich auf den Trick hineingefallen. Bitte seid vorsichtig!“
Anzeige gegen die Täter wird er dennoch keine erstatten: „Weil ich weiß, dass diese Leute nur sehr schwer auszuforschen sind und es in Wahrheit nichts bringt!“