Erstellt am 01. März 2016, 05:14

Rot Kreuz-Wahl gescheitert. Günter Waglechner scheiterte am Mannschaftsvotum als künftiger Leiter der Bezirksstelle. Neuwahlen sind notwendig – nun gilt Günther Hecher als Favorit.

Die Bezirksstelle des Neunkirchner Roten Kreuzes kommt nicht zur Ruhe.  |  NOEN, Foto: RK NK
Der nächste Paukenschlag beim Roten Kreuz! Obwohl mit dem Mediziner Günther Waglechner nach dem Tohuwabohu im Vorfeld der Wahl (die NÖN berichtete ausführlich) nur mehr ein einziger Kandidat für die Nachfolge von Sepp Schmoll als Bezirksstellenleiter übrig geblieben war, erreichte er nicht die dafür benötigte Mehrheit.

Mit großer Spannung war der Wahlabend am Freitag erwartet worden. Nach den Rückziehern der Medizinerkollegen Christian Karner und Günther Hecher im Vorfeld, galt Waglechner eigentlich als der logische Erbe für die Funktion, doch seine Unterstützer hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als kurz vor 1 Uhr nachts das Wahlergebnis endlich feststand, hatte der Arzt nur 83 von 199 Stimmen bekommen und war somit nicht gewählt worden.

„Die Mannschaft hat ein Statement abgegeben“ 

„Schade, denn es wäre durchaus eine Tätigkeit gewesen, die ich gerne ausgeübt hätte“, gibt Waglechner im Gespräch mit der NÖN seine Enttäuschung zu verstehen. Warum es für die Zustimmung nicht gereicht hat? „Das kann ich nicht beurteilen!“

Sepp Schmoll, der die Funktion seit zehn Jahre innen hat, wird sie bis zum nächsten Wahltermin, der noch in der 1. Jahreshälfte über die Bühne gehen soll, weiter bekleiden. Das Wahlergebnis will er nicht überbewerten: „Das war eine demokratische Wahl. Die Mannschaft hat ein Statement abgegeben, das zu akzeptieren ist!“ An einen Imageschaden für das Rote Kreuz glaubt er nicht: „An unserer Tätigkeit, den Menschen zu helfen, wird sich nichts ändern!“

Ändern wird sich jedenfalls Waglechners interne Position: Er wird beim nächsten Termin für eine Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehen: „Aus diesem Bereich werde ich mich zurückziehen, dem Roten Kreuz als Arzt und Mitglied aber weiterhin tatkräftig erhalten bleiben.“



Als aussichtsreicher Nachfolger gilt nun Günther Hecher, der bei der Wahl zwar vor Ort war, aber nicht dabei sein durfte, weil er noch Mitglied des Gloggnitzer Roten Kreuzes ist. Via NÖN hat er aber bereits angekündigt, im Falle einer Neuwahl den Übertritt nach Neunkirchen vollziehen zu wollen. „Es wird in den nächsten Tagen dementsprechende Gespräche geben“, so Schmoll.

Gewählt wurde übrigens dann doch noch, wenn auch nicht die Spitze: Martin Mühlhofer und Sabina Sabata sind die neuen Stellvertreter des Bezirksstellenleiters, Martin Neumüller fungiert künftig als Kassier.