Neunkirchen

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:34

von Andreas Fussi

Baustart für das neue Haus der Feuerwehr. Weil die Planungskosten die Vorgabe von vier Milllionen Euro überschritten, sind Bauarbeiten erst kürzlich gestartet.

Bürgermeister Herbert Osterbauer überzeugte sich vom Baufortschritt beim Neubau des Feuerwehrhauses am Schwarzauferweg.  |  NOEN, Stadtgemeinde

Gut Ding braucht Weile. Das Motto gilt auch beim Neubau des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen Stadt. Denn nach dem Spatenstich im Februar dieses Jahres haben erst seit einigen Tagen die Bauarbeiten voll eingesetzt. Bis Ende Juli soll ein Teil des Gebäudes abgerissen sein.

Als Grund für die Bauverzögerung gibt ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer an, dass die Kosten in der Planung zwischenzeitig höher als die vorgegebenen vier Millionen Euro waren.

Tochterfirma der Stadt baut, Gemeinde mietet

„Es war meine Bedingung, dass der Bau keinen Cent mehr kostet als vier Millionen Euro.“ Für genau diese Summe hat der Gemeinderat im Dezember eine Haftungsübernahme für die Neunkirchner GmbH und Co. KG – eine hundertprozentige Tochterfirma der Stadtgemeinde Neunkirchen – beschlossen, die das Projekt umsetzt. Die Gemeinde mietet dann nach Fertigstellung das Gebäude zurück.

Für diese vier Millionen Euro gibt es auch eine Absichtserklärung des Landes, sich an den Kosten zu beteiligen. Osterbauer hofft, dass das Land rund ein Drittel übernimmt. Auch die Feuerwehr selbst wird einen Teil beisteuern, wird doch im Neubau neben der FF Neunkirchen-Stadt wieder das Abschnittsfeuerwehrkommando untergebracht sein, die Bezirksalarmzentrale übersiedelt dann ebenfalls von Schwarzau am Steinfeld nach Neunkirchen.

Am Standort wird letztlich kein Stein auf dem anderen bleiben: Sowohl die Verwaltungs- und Mannschaftsräumlichkeiten als auch die Fahrzeughalle werden neu errichtet. Das bisherige Gebäude ist 30 Jahre alt und entspricht nicht mehr den Auflagen beim Energieeffizienzgesetz und auch die Umstellung auf Barrierefreiheit hätte enorme Kosten verursacht. „Da ist es effizienter es abzureißen und neu zu bauen“, so Osterbauer.

Projekt beim Stadtfest präsentiert

Die Herausforderung ist, dass der laufende Betrieb der Feuerwehr gewährleistet sein muss. Das heißt, es wird in der ersten Phase eine Hälfte des Gebäudes abgerissen und die Feuerwehr rückt im restlichen Bereich zusammen. Wenn der erste Bauteil fertig ist, übersiedelt die Wehr in den neuen Trakt und der zweite Teil des Altbestandes wird abgerissen.

Mit der Fertigstellung wird im September 2017 gerechnet. Das Projekt ist neben dem bald beendeten Kindergartenzubau in der Schreckgasse das größte Bauvorhaben der Stadt. Geplant wurde es von Architektin Liane Liszt, Elke Mitteregger und die iC consulenten Ziviltechniker GesmbH.

Der Bevölkerung will die FF Neunkirchen Stadt das Projekt beim Stadtfest in Neunkirchen (9. bis 11. September) präsentieren, ebenso beim Zivilschutztag am 1. Oktober.