Erstellt am 19. Januar 2016, 05:43

von Christian Feigl

Stadt verliert 40 Parkplätze. Neunkirchner Investorengruppe kauft ehemaliges Intersport-Gebäude samt den dazugehörigen Parkplätzen und hat ab 2017 auf dem Areal große Pläne.

Haben Großes in der Innenstadt vor: Martin Panzenböck, Dieter Schneider und Wolfgang Kessler.  |  NOEN, Foto: Feigl

Einst, als es der innerstädtischen Wirtschaft noch gut ging, war dort der Sportartikelhandel von Friedl Zink untergebracht. Beerbt wurde die Legende von Martin Dvorak, ehe der vor einigen Jahren schließen musste und das strategisch gut gelegene Objekt direkt neben dem Hauptplatz und dem Rathaus seither einen Dornröschenschlaf vor sich hindämmerte.

Doch das ist nun Geschichte: Mit Jahresende haben drei bekannte Neunkirchner das Prestigeobjekt von der Spar-Gruppe erworben: Dieter Schneider mit seiner Holding, Unternehmer Wolfgang Kessler und das Architektenduo Rudischer & Panzenböck sind die neuen Eigentümer.

Mit in den Besitz wechselte auch der dazugehörige riesige Parkplatz mit 40 Kurzparkplätzen, den derzeit noch bis Jahresende die Gemeinde als Kurzparkzone gepachtet hat. Insgesamt beträgt die Grundstücksfläche im Bauland Kerngebiet 3.338 Quadratmeter. Kolportiert wird ein Kaufpreis zwischen 350.000 und 500.000 Euro. Bestätigen wollte dies das Trio nicht.

Einige Adaptierungsarbeiten notwendig

„Es gibt hier die Chance, in der Innenstadt ein Projekt zu entwickeln, das Wohnen und Kultur verbindet“ erklären Architekt Martin Panzenböck, Dieter Schneider und Wolfgang Kessler beim Treffen mit der NÖN die Motive des Kaufs. Bei der Projektphase sind die Masterminds allerdings noch nicht über die „Punschstandphase“, wie sie mit einem Lächeln erzählen, hinausgekommen. „Wir haben mehrere Ideen, eine davon ist Wohnbau kombiniert mit kulturellem Eventcharakter!“ Als Ziel für den konkreten Start nennt die Gruppe das Jahr 2017.

Wichtig: Auch ein Großteil der Parkplätze sowie die Durchfahrt zum Fabriksgassenparkplatz sollen in irgendeiner Art und Weise erhalten bleiben. „Wir dürfen 60 Prozent der Fläche mit einer Maximalhöhe von elf Metern verbauen“, erklärt Panzenböck. Wichtig ist den Projektbetreibern eine enge Abstimmung der Maßnahmen mit der Stadtgemeinde. Hier hat es bereits erste Kontakte gegeben.

Das ist auch ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer wichtig: „Ich hoffe, dass die Durchfahrt zum Fabriksgassen-Parkplatz erhalten bleibt und es auch eine Möglichkeit für öffentliches Parken gibt. Aber ich vertraue hier der Kreativität der neuen Besitzer.“ Die Stadt selbst habe ein Angebot abgegeben: „Für das Finale hat uns aber leider niemand mehr eingeladen!“
Das bestehende Gebäude soll schon bald genutzt werden: Als Parkgarage für Dauerparker: „Dafür sind nur ein paar Adaptierungsarbeiten notwendig, die Fläche bietet Platz für 22 Autos!“

Daten & Fakten:

• Grundstücksgröße: insgesamt 3.338 Quadratmeter. Bauland Kerngebiet als Widmung.
• Parkplatzfläche: bis dato Platz für ca. 60 Parkplätze.
• Baubeginn: Geplant 2017.