Neunkirchen

Erstellt am 25. April 2017, 05:55

von Christian Feigl

Steuerrückholaktion: Finanzamt „gemolken“. Insgesamt holte sich die Bevölkerung im Bezirk von der Finanzbehörde 900.000 Euro zurück, ein Mann durfte sich alleine sogar über 6.513 Euro freuen.

Bei der Arbeitnehmerveranlagung musste die Neunkirchner Finanzbehörde, die seit dem Vorjahr nach Wiener Neustadt übersiedelt ist, tief in die Tasche greifen.  |  NOEN, Feigl

Wenn es ums Geld geht, kennen die Neunkirchner kein Pardon: Mehr als 900.000 Euro holte sich heuer die Bevölkerung im Rahmen der Steuersparwochen der Arbeiterkammer über ihre Arbeitnehmerveranlagung von der Finanzbehörde zurück.

Den Vogel schoss dabei ein Mann aus dem Bezirk ab, der sich über eine Gutschrift in der Höhe von 6.513 Euro freuen durfte. „Dabei machte er unter anderem Sonderausgaben und Werbungskosten geltend sowie Ausgaben aufgrund einer Behinderung“, weiß Reinhard Panzenböck Details über den Fall.

Steuergutschrift von knapp einer Million

Bei insgesamt 1.293 Terminen konnten 1.476 Veranlagungen durchgeführt werden. In Summe wurde eine Steuergutschrift für die Mitglieder der Arbeiterkammer in der Höhe von 900.594 Euro erzielt.

„Die Arbeitnehmer sollen sich jeden Cent, den sie zu viel Steuern bezahlt haben, vom Finanzamt zurückholen. Das ist vor allem angesichts der permanent steigenden Lebenshaltungskosten wichtig“, appelliert AK-Niederösterreich-Präsident Markus Wieser.

Die Arbeitnehmerveranlagung kann fünf Jahre rückwirkend durchgeführt werden.