Erstellt am 24. Februar 2016, 05:59

von Christian Feigl

Tagesbetreuung für Senioren. Mit einem einzigartigen Service im Bezirk will das Rote Kreuz im Mai starten: In der ehemaligen Tagesklinik sollen bis zu zehn Senioren pro Tag professionell betreut werden.

Im 2. Stock wird sich die Tagesbetreuungsstätte für Senioren befinden. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Tagesklinik sind nur Adaptierungsarbeiten notwendig.  |  NOEN, Feigl

Ein innovatives, aber vor allem zukunftsträchtiges Projekt plant derzeit die Bezirksstelle des Roten Kreuzes Neunkirchen: In der ehemaligen Tagesklinik des Krankenhauses in der Wiener Straße soll es schon bald eine Tagesbetreuungsstätte für Senioren geben. Als Starttermin wird der 1. Mai ins Auge gefasst.
„Wir haben uns das schon sehr lange überlegt, weil dieser Bereich im Bezirk nicht angeboten wird.

Dabei sehen wir, dass die mobile Pflege oder jene zu Hause immer mehr im Zunehmen ist. Oft können das Angehörige zeitmäßig nicht unter einen Hut bringen und dafür möchten wir ein Alternativangebot schaffen“, erklärt Rot Kreuz-Geschäftsführer Walter Grashofer beim Lokalaugenschein mit der NÖN.

Rund 500 Quadratmeter Platz bieten die Räumlichkeiten im 2. Stock des ehemaligen NSW-Verwaltungsgebäudes für die Betreuungseinrichtung: Sie ist barrierefrei über eine Rampe bzw. einen Lift erreichbar. „Dadurch sollte auch ein Zugang mit dem Rollstuhl problemlos möglich sein“, so Grashofer.

Standardbetreuung bei 54 Euro pro Tag 

Betreut werden die Senioren künftig von professionell ausgebildeten Pflegern. Die Betreuung soll weit aber über den üblichen Standard hinausgehen: Neben klassischer Betreuung, Pflege und Verpflegung soll es auch Zusatzmöglichkeiten im Bereich des Gesundheitssektors geben: „Das geht von Physiotherapie über alternative Schmerztherapie bis hin zur psychologischen Unterstützung. Auch Maniküre, Pediküre oder den Friseurbesuch wollen wir dort anbieten“, plaudert Grashofer über die konkreten Pläne. 

Bis zu zehn Personen sollen dort täglich einen Platz finden. Die Öffnungszeiten sind von 7 bis 19 oder 8 bis 20 Uhr, an Details wird noch gefeilt. Derzeit laufen intensive Gespräche sowohl mit dem Land als auch dem Vermieter NLVG, der Tochtergesellschaft der Stadt. „Geht alles glatt, können wir im Mai starten“, ist Grashofer optimistisch. Die Investitionskosten sind gering, da die vorhandene Einrichtung großteils übernommen werden kann.

Übrigens: Für eine Standardbetreuung werden die Kosten 54 Euro pro Tag betragen, darin ist auch die Verpflegung inkludiert. Zusatzleistungen sind extra zu bezahlen.