Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:33

von Christian Feigl

Wieder mehr Arbeitslose. Die aktuelle Arbeitslosenrate stieg im Bezirk Neunkirchen wieder um 6,5 Prozent: 3.431 Menschen sind derzeit als arbeitssuchend gemeldet.

AMS-Boss Walter Jeitler hofft auf positive Auswirkungen der Steuerreform.  |  NOEN, Foto: NÖN

Es ist einfach keine Entspannung in Sicht: Auch im Vormonat ist die Arbeitslosenrate im Bezirk im Vergleichszeitraum zu 2014 wieder angestiegen. In Zahlen heißt das, dass in der Region Ende November 3.431 Menschen als arbeitssuchend gemeldet waren. „Das sind um 210 Menschen bzw. um 6,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum zum Vorjahr“, geht AMS-Bezirksstellenleiter Walter Jeitler ins Detail.
Die Arbeitslosigkeit von Arbeitsuchenden mit ausländischer Staatsbürgerschaft stieg um 72 oder 13,7 Prozent auf insgesamt 599 Personen. Bei Menschen ab 50 Jahren stieg die Zahl um 94 oder um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 1.106 Personen.

Auch die Männerarbeitslosigkeit stieg im November mit plus 139 oder 7,6 Prozent deutlich mehr als die Frauenarbeitslosigkeit mit plus 71 oder 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
43 Jugendliche suchten im November 2015 eine Lehre, das sind um 7 Lehrstellensuchende oder um 7,3 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr. Offene (sofort verfügbare) Lehrstellen gab es 12, das ist ein Plus von 7 Stellen oder 140 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit der Jugend (bis 24 Jahre) sank um 14 Personen, das sind 3,5 % auf insgesamt 384 vorgemerkte Personen.
Immerhin: Mit 181 gemeldeten offenen Stellen liegt das Stellenangebot um 49 Stellen oder um 37,1 Prozent deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Was bei Jeitler aber keine Euphorie auslöst: „Trotz der positiven Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen und auch bei der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen bis 24 Jahre, ist während der nächsten Monate mit einem weiteren allgemeinen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die weiterhin angespannte Situation am österreichischen Arbeitsmarkt und des sehr expansiven Arbeitskräfteangebots, das zum überwiegenden Teil von ausländischen Arbeitskräften getragen wird!“
Allerdings erwartet er sich auch durch die Steuerreform ab Jänner eine Belebung des Konsums und somit zusätzlich positive Impulse für den österreichischen Arbeitsmarkt.