Neunkirchen

Erstellt am 17. August 2016, 05:09

von Andreas Fussi

Zeitplan für neue Verkehrsführung ist fix. Ampelanlagen an Ritter- und Mautkreuzung umgerüstet, wodurch der Verkehr in Urbangasse und Wienerstraße ab 8. Oktober neu geführt wird.

Stadtamtsdirektor Robert Wiedner erklärte der NÖN die neue Verkehrsführung, die ab 8. Oktober gelten soll.  |  noen, Fussi

Nach 1,5 Jahren Vorlaufzeit steht nun der Zeitplan für die Umsetzung der Phase 1 bei der Verkehrsführung durch Neunkirchen fest. Diese tritt am 8. Oktober in Kraft und sieht zusammenfassend vor, dass die Urbangasse als Einbahn stadteinwärts und die Wienerstraße ab dem Kreisverkehr mit der Schraubenwerkstraße als Einbahn stadtauswärts geführt wird.

Hintergrund für diese neue Verkehrsführung ist die Umrüstung aller Ampelanlagen an der B17 in Neunkirchen durch das Land NÖ bis Ende 2016. Die Lichtsignalanlagen werden dabei umprogrammiert und auch saniert. Vor Beginn der Umsetzung dieser Maßnahmen werden bei der Ritterkreuzung und Schubertstraße Fundierungs- und Straßenbauarbeiten durch die Straßenmeisterei durchgeführt.

Die Grafik der neuen Verkehrsführung, die ab 8. Oktober, 4 Uhr früh, gilt. Weitere Änderungen in der Innenstadt werden erst erwogen, wenn die Auswirkungen der neuen Lösung feststehen.    |  noen, Stadtgemeinde

Wie Stadtamtsdirektor Robert Wiedner der NÖN berichtet, wurde die Stadtgemeinde Neunkirchen im Februar 2015 vom Land NÖ über die beabsichtigte Umrüstung der Ampelanlagen auf den neuesten technischen Stand (LED) informiert. Bürgermeister Herbert Osterbauer und sein Team überlegten dann sofort, wie man diese Änderung für sich nutzen könne. Denn die Gesamtumstellung der Ampelanlagen trägt zum größten Teil das Land.

Würde man aber erst nach der Umrüstung daraufkommen, bei der Verkehrsführung etwas verändern zu wollen, würde die Stadt die Kosten alleine übernehmen müssen. Daher wurde unter Federführung von Kontrollinspektor Klaus Degen ein Planungs- und Aktionsplan mit dem Land NÖ für die Umsetzung der Anbindung zur B17 vereinbart.

 Neue Straßenführung, keine Verkehrslösung

 Wiedner zeigt sich jedoch unglücklich, dass von politischer Seite die neue Verkehrsführung als Umsetzung der Phase 1 der „Verkehrslösung Innenstadt“ bezeichnet wird. „Es handelt sich um eine neue Verkehrsführung und keine Lösung.“ Denn für alle weiteren Überlegungen gebe es noch kein Konzept. Bei der Verkehrsbehörde (BH) wurden drei Punkte zur Genehmigung eingebracht: Eine neue Einbahnregelung, die dazugehörigen neuen Verkehrszeichen und die Berechnung der Tragfähigkeit der Brücken.

„Wir mussten handeln und schauen dann, ob man noch etwas adaptieren muss“, argumentiert Wiedner. Natürlich habe man sich als moderne Verwaltung auch Gedankten gemacht, welche weiteren Maßnahmen in der Verkehrsführung der Innenstadt umgesetzt werden könnten. Anders als eine aktuell laufende Unterschriftenaktion der Wirtschaft suggeriere, gebe es „kein Verkehrskonzept für die Innenstadt“, betont Wiedner.

Es gebe nur eine Verkehrszählung von den Straßen im Stadtinneren, die aber wiederholt werden müsse, da sie zum Teil in der Ferienzeit passiert sei und daher nicht repräsentativ sei. Das Wichtigste sei aber nun, die Auswirkungen der aktuellen Änderungen bei der Verkehrsführung abzuwarten.

Ideen für die Innenstadt weiter in Diskussion

„Das, was mit der Wirtschaft, der Politik, der Verwaltung und dem öffentlichen Leben besprochen wurde, wurde nur als Möglichkeit, wie es gehen könnte, diskutiert. Von einem fertigen Konzept sind wir noch weit entfernt“, stellt der Stadtamtsdirektor klar. „Das sind alleine Diskussionsvorschläge!“ Man habe sogar mit Matchbox-Autos die Verkehrsflüsse genau angeschaut und alle Möglichkeiten probiert und andiskutiert. Die Phase 2 sei daher noch kein Thema. Vorher müsse man noch die Auswirkungen der neuen Verkehrsführung abwarten, bevor weitere Schritte erwogen werden.

Ziel der Phase 1 sei es jedenfalls, den Verkehrsfluss auf der Hauptverkehrsader, der B17, sowie ihren Zufahrten zu verbessern, da es oft zu erheblichen Rückstauungen im Bereich der Ritter- und der Mautkreuzung gibt. „Der Abflussverkehr durch Neunkirchen muss besser werden.“ Denn, so Wiedner: „Stehender Verkehr ist für Autofahrer immer ein Problem.“ 

Die Verkehrsführung bei der „Ringlösung“

Konkret sieht die Phase 1 folgende Maßnahmen vor: 

Die Urbanbrücke wird als zweispurige Einbahn stadteinwärts geführt.

Die Urbangasse wird eine doppelspurige Einbahn bis vor die Kreuzung mit der Schraubenwerkstraße – hier wird auf eine Fahrspur zusammengelegt. Die Zufahrt Urbangasse ist weiterhin durchgängig bis zum Minoritenplatz und zur Zufahrt Orthuber-Parkplatz möglich.

Die Schraubenwerkstraße bleibt in beide Richtungen befahrbar.

Vom Kreisverkehr Wienerstraße wird diese stadtauswärts als zweispurige Einbahn über die Eiserne Brücke geführt. Vorteil: Einfließen des Verkehrs von der Alleegasse auf eigener Spur.

Auf der Eisernen Brücke dürfen Fahrzeuge bis 16 Tonnen nebeneinander fahren, schwerere Lkws in der Fahrbahnmitte.

Zeitplan im Detail

 Bis Ende 2016 werden alle neun Ampelanlagen an der B17 in Neunkirchen durch das Land NÖ umgerüstet bzw. umprogrammiert und saniert:

 Ritter- und Mautkreuzung
26. bis 30. September: Arbeiten sowie Bodenmarkierungen an Ritterkreuzung und Mautkreuzung
3. bis 7. Oktober: Arbeiten sowie Bodenmarkierungen an Ritterkreuzung und Mautkreuzung
8. Oktober: Fertigstellung der Bodenmarkierungsarbeiten und Elektroarbeiten an Ritter- und Mautkreuzung sowie Aktivierung der neuen Ampelprogramme – ab 4 Uhr gilt die neue Einbahnführung an beiden Kreuzungen.

 Restliche Ampelanlagen
10. bis 14. Oktober: Elektroarbeiten Kreuzung B17/ Hammerstraße
17. bis 21. Oktober: Elektroarbeitern Kreuzung B17/Schubertstraße
2. bis 4. November: Elektroarbeiten Kreuzung B17/Triesterstraße
7. bis 11. November: Elektroarbeiten Kreuzung B17/Bahnstraße
14. bis 18. November: Elektroarbeiten Kreuzung B17/Sandgasse
21. bis 25. November: Elektroarbeiten Kreuzung B17/Zubringer S6

 Ende November, Anfang Dezember werden noch geringfügig Phasenanpassungen durchgeführt, spätestens am 16. Dezember 2016 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

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