Neunkirchen

Erstellt am 28. Januar 2018, 20:53

von Christian Feigl

Ergebniskrimi in Neunkirchen: Dworak bleibt im Landtag. Spannend bis zur letzten Sekunde – so verlief der Wahlabend im Bezirk Neunkirchen.

Denn erst nachdem die Wahlzahl für das Grundmandat von der Bezirkswahlbehörde nach unten korrigiert wurde stand fest, dass Rupert Dworak für die SPÖ doch wieder in den Landtag einziehen wird. Nach dem Verlust des Grundmandats im Jahr 2013 hatte sich die SPÖ heuer das große Ziel gesetzt, Dworak mit einem Persönlichkeitswahlkampf in den Ring zu schicken, um das Grundmandat wieder in den Bezirk zu holen.

Ein Vorhaben, das mit  einem Zuwachs von 2,9 auf insgesamt 28,9 Prozent und 13.873 Stimmen letztlich gelang. Somit wird der Ternitzer Stadtchef wie sein 37-jähriger Vizebürgermeister Christian Samwald ebenfalls im Landtag vertreten sein. Samwald schaffte den Einzug über die Landesliste. Die Freude stand beiden am Sonntagabend aber erst zu später Stunde ins Gesicht geschrieben: „Es ist sehr schön, eine große Auszeichnung und Ehre, dass wir es beide geschafft haben“, so Dworak und Samwald in einem ersten Statement.

Stimmenstärkste Partei wurde wie vor fünf Jahren trotz eines Minus von 2,5 auf 45,5 Prozent die ÖVP. Läuft alles nach Plan, wird für sie nach Auszählung der Vorzugsstimmen in den Nachtstunden abermals Hermann Hauer, der das Wahlziel im Bezirk erreicht sah und mit dem Ergebnis bis auf ein paar negative Ausreißer grundsätzlich zufrieden war, in den Landtag einziehen.

Stark präsentierte sich die FPÖ. Mit einem Stimmenzuwachs von 8,5 Prozent verdoppelte man sich beinahe exakt auf 17,1 Prozent. Der Wermutstropfen: „Ich bin meinen Funktionären unendlich dankbar, doch komme ich nicht umhin, auch Kritik zu üben, Kritik an der Landesparteiführung. Die vergangenen Jahre hat die FPÖ im Bezirk Neunkirchen hervorragende Arbeit geleistet, auch Wahlergebnisse stets über dem Landesschnitt eingefahren. Zum Dank wird unser Spitzenkandidat an die 13. Stelle gereiht – weit weg von der Möglichkeit, einen Sitz im Landtag zu ergattern“,  zeigte sich Bezirksparteiobmann Edi Tauchner in der Stunde des Triumphs durchaus verärgert und kritisch.

Die Grünen verloren 1,7 und halten im Bezirk noch bei 4,5 Prozent, noch vor den NEOS, die beim Erstantreten immerhin 3,9 Prozent der Wählerstimmen erreichten. „Die Trendwende ist geschafft. Das ist für die Grünen in Österreich ein tolles Ergebnis und wir freuen uns, dass wir weiterhin im Landtag vertreten sind“ so Johann Gansterer, der als Spitzenkandidat des Bezirks den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat.

Auch Birgit Ehold von den NEOS ist zufrieden: „Das zeigt, dass sich die Bürger ein Land frei von Abhängigkeit und Packelei wünschen. Wir werden anpacken!“

Noch in der Nacht sollen die Vorzugsstimmen im Bezirk Neunkirchen ausgezählt werden:

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