Erstellt am 02. Dezember 2015, 14:02

"Patienten Safety Award“ für Team des Simulationszentrums. Holding in Hochegg simuliert komplexe Operationen, um Stresslevel und Entscheidungen der OP-Teams zu trainieren.

OA Dr. Robert Fitzka, MSc, DGKS Elisabeth Morgenbesser, OA Dr. Daniel Csomor, Prim. Dr. Helmut Trimmel, MSc, LR Mag. Karl Wilfing, DGKS Claudia Schwendenwein, DGKP Hubert Waldhuber  |  NOEN, ROBERT HERBST

Ärzteteams aus ganz Österreich kommen nach Hochegg, um selbst zu trainieren. Dieses in Österreich einzigartige Projekt der Mitarbeiter rund um Prim. Dr. Helmut Trimmel wurde nun mit dem „Patienten Safety Award“ belohnt.

Unter zahlreichen Einreichungen wurde das Simulationszentrum im Landesklinikum Hochegg von der Plattform für Patientensicherheit mit dem „Patienten Safety Award 2015“ ausgezeichnet. Landesrat  Karl Wilfing gratulierte den Mitarbeitern persönlich zu dieser Auszeichnung: „In den vergangenen Jahren nahmen hier in Hochegg über 1.500 Spitalsmitarbeiter an Trainings und Lehrgängen im Simulationszentrum teil. Dieses Vorzeigeprojekt kann sich sehen lassen und trägt direkt zu mehr Patientensicherheit bei"

Hier können auch seltene Operationen unter realen Bedingungen geübt werden und das Team im Anschluss falsche Entscheidungen besprechen, ohne dass jemals ein Patient zu Schaden kommen würde. "Alleine die zahlreichen Teilnahmen von OP-Teams aus den anderen Bundesländern zeigen, dass wir hier Vorreiter sind", so Wilfing.

Interaktive Aufarbeitung der Ereignisse

Seit 2009 werden am Landesklinikum Hochegg human factor-basierte Teamtrainings am Simulator durchgeführt. Das Gesamtpaket aus top ausgebildeten Instruktoren, optimalen Räumlichkeiten und einer modernen Simulatortechnik machen das Simulationszentrum in Hochegg in Österreich einzigartig: mittlerweile steht eine ganze „Simulationsfamilie“ – Neugeborenes, Säugling, Kind, Erwachsene inkl. eines Schwangerenmodells zur Verfügung.
 
„Ähnlich wie Piloten am Flugsimulator werden Ärzte sowie Pflegepersonen an unserer Institution simulierten kritischen Behandlungssituationen unter audiovisueller Kontrolle ausgesetzt. Im Anschluss an die Patientenbehandlung erfolgt eine interaktive Aufarbeitung der Ereignisse in Form eines von geschulten Instruktoren angeleiteten Debriefings. Unterstützend werden theoretische Kenntnisse zu sicherer Kommunikation, Entscheidungsfindung sowie den psychologischen bzw. physiologischen Grundlagen des menschlichen Handelns in kritischen Situationen vermittelt“, erklärt Prim. Dr. Helmut Trimmel.