Erstellt am 05. November 2015, 06:02

von Tanja Barta

Trinkwasser ist
erneut verschmutzt.
Innerhalb von fünf Monaten konnte man bereits zum zweiten Mal feststellen, dass das Leitungswasser in Pettenbach nicht sauber ist.

Erwin Klambauer, Grüner Gemeinderat in Payerbach, vor den Toren, die zu dem verschmutzten Brunnen führen.  |  NOEN, Foto: Barta

Es ist ein wahres Rätsel. Bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit ist das Trinkwasser in Pettenbach mit Keimen verseucht. Wieso das so ist, weiß jedoch keiner.
„Man muss das Schutzgebiet überprüfen“, meint der Grüne-Gemeinderat Erwin Klambauer. Er sieht die Kanalarbeiten, die ober dem Trinkwasserbrunnen durchgeführt wurden, als mögliche Verschmutzungsquelle. „Durch die Bauarbeiten könnten womöglich Schadstoffe in den Brunnen gelangt sein“, so Klambauer zu den NÖN.

Bereits vor ein paar Monaten hatten die Pettenbacher mit ihrem Trinkwasser erhebliche Probleme. Grund waren Keime, die das Wasser ungenießbar gemacht haben. Damals wurde eine UV-Filteranlage beim Trinkwasserbrunnen angebracht. Sie sollte von nun an dafür sorgen, dass das Trinkwasser vom Brunnen sicher in die Haushalte gelangen sollte. Doch viel gebracht hat die Anlage im Endeffekt nichts.

Grund für Verschmutzungen finden

„Das ist nutzlos“, wettert der Grüne gegen die Entscheidung des Gemeinderates. Seiner Meinung nach, sollte das Schutzgebiet neu untersucht, erweitert und danach abgegrenzt werden. „Der Zugang zu den Quellen sollte versperrt werden“, meint der Gemeinderat weiter.

Ebenfalls ratlos ist ProPayerbach-Bürgermeister Eduard Rettenbacher. Ihm ist es ein Rätsel, wie die Coli-Bakterien in das Trinkwasser gelangen können: „Es gibt tausend Möglichkeiten. Wir versuchen im Moment herauszufinden, was genau der Grund für die Verschmutzungen ist!“

Diese Bakterien sind für die Gesundheit nicht optimal. Seitens der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen heißt es: „Die Menge entscheidet darüber, wie groß die Gefahr ist. Ein einzelnes Bakterium löst bei einem gesunden Menschen keine Krankheit aus.“

Jetzt heißt es für die Pettenbacher lediglich abwarten. Die Ergebnisse der letzten Untersuchung werden erst in dieser Woche erwartet. „Wir hoffen jetzt einfach nur noch, dass die Ursache der Verschmutzung so schnell wie möglich gefunden wird“, meint einer der Betroffenen, Johann Kacena.