Erstellt am 05. Januar 2016, 04:28

von Christian Feigl und Mathias Schranz

Spital: Trauer um Julia. Julia Waitzbauer – sie arbeitete auf der Anästhesie-Abteilung des Wiener Neustädter Krankenhauses – stürzte am Schneeberg nach einem Fehltritt 150 Meter in den Tod.

Julia stürzte an dieser Stelle (Pfeil) in den Tod.  |  NOEN, NÖN
Die Nachricht vom tragischen Tod von Julia Waitzbauer verbreitete sich am Samstagabend wie ein Lauffeuer: Die 27-Jährige war am Schneeberg in den Tod gestürzt. Die beliebte Krankenschwester des Landesklinikums hatte den Silvester auf der Kienthalerhütte verbracht und wollte am Samstagmittag wieder absteigen.

Im Bereich des Grafensteigs passierte auf einem Wanderweg das Unglück: Die junge Frau, sie war eine erfahrene Tourengeherin und Klettererin, dürfte einen Fehltritt gemacht haben oder ausgerutscht sein und stürzte vor den Augen ihres 52-jährigen Begleiters 150 Meter in die Tiefe. Der alarmierte die Einsatzkräfte, doch wegen des starken Nebels war ein Flug des Hubschraubers nicht möglich.

„Da die Unglücksstelle sehr entlegen ist, dauerte es zwei Stunden, bis unsere Helfer sie erreichen konnten“, so Ewald Putz von der Bergrettung Reichenau, die mit ihren Kollegen aus Puchberg im Einsatz stand. „Als wir eintrafen, war jede Hilfe zu spät. Sie dürfte sofort tot gewesen sein“, so Putz.

Schock herrscht auch im Krankenhaus, wo ihre Kollegen um sie trauern. „Ich kann es noch gar nicht fassen. Sie war nicht nur einfach eine Kollegin, sondern ein toller Mensch, auf den man sich hat verlassen können“, erzählt ein Mitarbeiter. Kollegen schätzten sie nicht nur für ihre Arbeit, sondern auch wegen ihres sozialen Engagements.

So unterrichtete sie etwa auf einer ihrer zahlreichen Reisen Englisch in Indien. In ihrer Heimatstadt Ternitz ist die Bestürzung groß. Auch SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak trauert: „Julia ist das Patenkind meiner Gattin Andrea, das ist eine ganz furchtbare Sache. Wir sind schockiert und können es noch immer nicht glauben.“

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