Erstellt am 18. Mai 2016, 05:54

von Petra Stückler

Fassungslosigkeit, Schock und Trauer. Puchbergs Feuerwehrboss Franz Scopez kam bei einem Arbeitsunfall im Rohrwerk von Schoeller Bleckmann ums Leben.

Der Puchberger Feuerwehrkommandant Franz Scopez starb bei einem tragischen Arbeitsunfall.  |  NOEN, Puchberg

Wartungsarbeiten an einer der schweren Maschinen im Ternitzer Rohrwerk von Schoeller Bleckmann. Alltag für Franz Scopez (58), der schon im Endspurt Richtung Pensionierung war. Der sich auf die Zeit nach dem Arbeitsleben freute. Dann ein Unfall in den Morgenstunden, bei Schichtwechsel, der seinem Leben ein viel zu frühes Ende setzte.

Es herrscht Schock, Trauer und Fassungslosigkeit bei all jenen, die Franz Scopez hinterlässt. Der Puchberger SPÖ-Bürgermeister Michael Knabl ringt im NÖN-Gespräch mit den Worten, hat er doch einen Wegbegleiter verloren, den Menschen Franz Scopez und Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Puchberg. „Mir gegenüber war er stets ein verlässlicher Partner, ein Berater in Sachen Sicherheit für die Bevölkerung und ein Feuerwehrkommandant, der nie überzogene Forderungen an die Gemeinde stellte und mit seinem technischen Geschick auch Garant für die optimale Pflege und Betreuung der ihm anvertrauten Feuerwehrutensilien war.

Schockstarre und tiefe Trauer

Er hinterlässt ein riesiges Loch in der Gemeinde – eine Lücke, die nur ganz schwer zu stopfen sein wird.“ Auch Bergretter Karl Tisch hat die Nachricht von seinem Tod erschüttert. „Tragisch. Man kann es nicht fassen. Wir haben eng zusammengearbeitet. Er hat uns bei der Bergrettung immer unterstützt. Ich bin mit ihm aufgewachsen und habe bei ihm viel gelernt.“

Seitens der Puchberger Feuerwehr herrscht Schockstarre und tiefe Trauer. Mit Franz Scopez verlieren die Kameraden einen erfahrenen Mann, der seit 1991 stellvertretender Kommandant, und seit 2001 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Puchberg war, zudem war er noch Unterabschnittskommandat des Abschnittes Ternitz und Zugskommandat des Katastrophenhilfsdienstes 3/15.

Verabschiedung am 20. Mai

Das Rampenlicht war ihm nie so ganz geheuer, so wirkte er, wann immer er vor den Vorhang und ins Blitzlichtgewitter der Medien gebeten wurde. Sein größter Auftritt war in den letzten Jahren sicherlich die Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses in Puchberg im Jahr 2014, das er federführend mitgeplant und ermöglicht hat.

Seinen letzten Weg tritt Franz Scopez nun bei der feierlichen Verabschiedung in der Pfarrkirche Puchberg am Freitag, 20. Mai, um 15.30 an. Von Kranz- und Blumenspenden ist Abstand zu nehmen, stattdessen steht eine Spendenmöglichkeit für die FF Puchberg bereit.