Reichenau an der Rax

Erstellt am 23. Mai 2017, 04:00

von Tanja Barta

Bad bleibt geschlossen. Die Schwimmmöglichkeiten im Semmeringgebiet werden um eine Facette ärmer. Das Reichenauer Freibad, betrieben von Familie Flackl, sperrt diese Saison nicht mehr auf.

Das Reichenauer Freibad wird diese Saison nicht öffnen.  |  www.flackl.at

Paukenschlag im Semmeringgebiet. Schon lange wurde gemunkelt, ob das Freibad in Reichenau aufsperren wird oder nicht. Jetzt steht fest: Diese Saison wird es geschlossen bleiben. Sicherheitsprobleme sollen der Grund für diese Entscheidung sein.

"Müssten sehr viel Geld investieren"

2011 ging das beliebte Freibad in den Besitz der Familie Flackl über. Sowohl Gemeinde als auch die bekannte Familie selbst waren damit zufrieden. Jetzt, sechs Jahr später, ist Schluss. „Wir müssten sehr viel Geld in das Bad investieren. Wir haben schon viel Geld hineingesteckt. Jetzt geht das einfach nicht mehr“, erklärt Heidi Flackl der NÖN am Telefon.

Ihr geht es auch um die Sicherheit der Gäste, die einfach nicht mehr gegeben wäre. Von alldem weiß ÖVP-Bürgermeister Hans Ledolter bis jetzt noch nichts: „Ich habe noch keine Unterlagen dazu gesehen, die zeigen würden, dass bei dem Bad etwas nicht passt!“ Der Ortschef ist über die Entscheidung der Familie Flackl enttäuscht: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum das Bad geschlossen bleibt!“

Laut Besitzerin Heidi Flackl wären die Ausbesserungsarbeiten nicht tragbar gewesen: „Wir bräuchten zum Beispiel eine neue Beckenfolie, die allein schon 50.000 Euro kostet und bei der Chloranlage stimmt ebenfalls etwas nicht!“ An einen Verkauf des Bades denkt die Reichenauer Unternehmerfamilie aber nicht. „Das Bad bleibt in unserem Besitz. Wir wollen uns auch bei unseren Gästen bedanken, die uns immer besucht haben. Aber es wäre dieses Jahr einfach nicht mehr gegangen“, beteuert Heidi Flackl die im Ort umstrittene Entscheidung.