Erstellt am 05. April 2016, 04:24

von Christian Feigl

Runder Tisch im Kampf um Frequenz. Politik und Wirtschaft setzen auf mehr Zusammenarbeit: Einige Projekte sind bereits in Ausarbeitung.

Mit gezielten Maßnahmen soll wieder die Frequenz in der Innenstadt angekurbelt werden. Die großen Ideen fehlen allerdings noch.  |  NOEN, Christian Feigl

Mehr als zwei Stunden setzten sich am Dienstagabend die Vertreter der politischen Fraktionen und der Wirtschaft (Unternehmerverein, Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund) im Rathaus zusammen, um der aktuellen Frequenzmisere mit kurzfristigen Ideen und Projekten wirkungsvoll den Kampf anzusagen.

„Es war ein sehr konstruktives und amikales Gespräch, wo deutlich wurde, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen und wollen und wo viele Ideen besprochen wurden“, bilanziert ÖVP-Wirtschaftsstadtrat Armin Zwazl positiv. „Wichtig ist auch, dass wir uns auf eine gemeinsame Vorgangsweise, sowohl was Projekte als auch Werbung betrifft, einigen konnten“, ergänzt ÖVP-Stadtchef Herbert Osterbauer. Das Bild nach außen soll sich dadurch verbessern. An folgenden Projekten wird aktuell gearbeitet.

Projekte im Überblick

Online Plattform: Diese soll ausgebaut und mit Informationen zu den Angeboten gefüttert werden.

Wegleitsystem: Eine Verbesserung wird von allen gewünscht und ist ebenfalls in Ausarbeitung. Es soll den kürzesten Weg in die Innenstadt zeigen.

Kinderbetreuung: Spätestens ab Herbst soll damit gestartet werden.

Tourismus: Neunkirchen soll als Tourismusstandort aufgewertet werden und sich auch nach außen so präsentieren. Ziel ist es, Tagesgäste in die Stadt zu holen.

Gemeindestube: Der Wirtschaft wird hier genügend Platz zur Verfügung stehen, um Aktionen oder andere Dinge zu bewerben.

Kurzfristige Aktionen: sind in Ausarbeitung, Konkretes wollte man noch nicht verraten, jedoch ist gedacht, die Herrengasse an einem Tag in eine „Frauengasse“ zu verwandeln.

In der Innenstadt blickt man inzwischen gespannt auf die Neuerrichtung des Müller-Einkaufstempels direkt neben dem Panoramapark: „Ich bin mir sicher, dass der wieder einigen Geschäften im Zentrum das Leben kosten wird“, so Unternehmerin Claudia Schopf. Sie schließt im Juni ihre Pforten, siehe auch gegenüberliegende Seite.