Erstellt am 23. Dezember 2015, 13:43

von Clemens Thavonat

Sanierung: Großes Kirchenprojekt. Allein für die Restaurierung der Türme sowie der Front- Fassade werden 350.000 Euro benötigt. Viele helfen mit.

 |  NOEN, Thavonat

Da im Vorjahr viele Spenden für die Kirchenrenovierung hereingekommen sind und Schwarzau sowie Breitenau ihre finanzielle Unterstützung für die Sanierung der Außenfassade der Pfarrkirche zugesichert hatten, konnte der Pfarrgemeinderat für 2016 die Sanierung der beiden Türme und der Frontfassade beim Bauamt der Erzdiözese einreichen. Insgesamt wurden 350.000 Euro für dieses Projekt veranschlagt.

Die Erzdiözese Wien hat für kommendes Frühjahr die statische Sanierung der beiden Kirchtürme gutgeheißen. Der Baufirma war es lieber, gleich jetzt weiter zu bauen. So sind die Stemmarbeiten bereits fertig, der Einbau der Eisenstangen voll im Gang. Somit wird vor Weihnachten die „Drecksarbeit“ fertig werden. Einzelne Arbeiten (Montage der Stahlkränze, Zimmermannsarbeiten) werden sich aber noch bis ins neue Jahr hinüberziehen.

Gespräche fanden statt

Es fanden auch bereits Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt, Restauratorin Manuela, Baureferent Hermann Heindl, Franz Fuchs und Pfarrer Pater Martin statt. Dabei wurde beschlossen, zwei Musterachsen anzulegen, um erste optische Eindrücke einer Restaurierung zu sehen und konkrete Vorgaben für die Ausschreibung an die Firmen erstellen zu können.

Wie schon von Weitem ersichtlich ist, braucht die Pfarrkirche auch dringend eine Renovierung der Außenfassade, da immer wieder lockere Putzteile abfallen, bzw. abgeschlagen werden müssen, um keine Menschen zu gefährden.

Was nicht sichtbar, aber aus Gutachten von Sachverständigen seit Längerem bekannt ist: Die Statik des Kirchengebäudes ist stark angegriffen – verursacht durch vermutete Baumängel bei der Erweiterung der Kirche im Jahre 1865 und verschärft durch das starke Erdbeben im Jahr 1972. Da sich Schwarzau auf einer Erdbebenlinie befindet und die Kirche laut Sachverständigen kein weiteres Erdbeben der Stärke von 1972 überstehen würde, ist Gefahr in Verzug.

Bereits im Jahr 2012 wurde begonnen, ein Sanierungskonzept zu erstellen. Da die Gesamtsumme der Kirchenrenovierung mehr als eine Million Euro beträgt, wurden die Sanierungsmaßnahmen auf einzelne Bauabschnitte aufgeteilt. Im Juni 2014 konnte mit dem ersten Abschnitt begonnen werden: Der statischen Ertüchtigung des Kirchengewölbes.