St. Egyden am Steinfeld

Erstellt am 28. Juli 2016, 05:21

von Tina Jedlicka

Vier Jahre für Drogendealer. Drogen im Darknet an verdeckten Ermittler verkauft: Jetzt muss Saubersdorfer vier Jahre Haft hinter Gitter (nicht rechtskräftig).

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Ein Saubersdorfer soll gemeinsam mit anderen Drogen im großen Stil im Internet angeboten haben. Drei Kilo Kokain, 20 Kilo Amphetamin (Gesamtwert rund 240.000 Euro) sollen sie einem verdeckten Ermittler im sogenannten Darknet, der dunklen Seite des Internets, angeboten haben. Dabei wurde die Polizei auf sie aufmerksam und beauftragte einen verdeckten Ermittler, die Verfolgung im Internet aufzunehmen.

Die beiden kamen gemeinsam mit einem dritten Mann vor Gericht. Der Saubersdorfer stritt ab, dass er tatsächlich so viele Drogen organisieren hätte können: „Ich habe gedacht, das ist völlig übertrieben, der springt ab, weil er das nie zahlen kann.“

Das Gericht wollte deshalb den verdeckten Ermittler als Zeugen hören. Um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, wurde er im Frühjahr per Videokonferenz einvernommen. Ich habe ihm mehrmals gesagt, er soll mir lieber weniger zusagen, aber dann tatsächlich liefern können. Sonst sind die Kunden sauer“, erinnerte sich der geheime Zeuge. Der Angeklagte habe versichert, die Menge mühelos liefern zu können. Die Angeklagten wurden zu drei beziehungsweise vier Jahren Haft plus dem Widerruf ihrer bedingten Vorstrafen verurteilt. Die Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig.