Scheiblingkirchen-Thernberg

Erstellt am 21. Juli 2016, 05:38

von Tanja Barta

Hälfte der Ernte weg. Bei seinem neuen Projekt, Heidelbeeren zu züchten, machte die Natur Günter Igel einen Strich durch die Rechnung.

Einen Teil der Ernte konnten Günter Igel und sein Team vor dem Hagel noch retten.    |  noen, Tanja Barta

Seine Idee vom Buckligen-Welt Spargel ist wie eine Bombe eingeschlagen. Nun möchte der Scheiblingkirchner ÖVP-Gemeinderat Günter Igel mit einer weiteren Idee Kunden zu sich locken.

In der warmen Sommerzeit möchte der Scheiblingkirchner mit Obst aufwarten. Genauer gesagt baut Igel auf einem seiner Felder Heidelbeeren an. „Wir liegen hier auf ca. 500 Höhenmeter. Die Urheidelbeeren wachsen normalerweise in einer Höhe von 700 bis 1000 Meter“, so der Spezialist. Damit sich die Heidelbeeren auch in dieser Umgebung wohlfühlen, musste der Gemeinderat Einiges vorbereiten.

„Die Pflanzen habe ich vor drei Jahren bestellt und danach bei mir zuhause gepflegt. Im Frühjahr haben wir die rund 1500 Sträucher aufs Feld gesetzt“, erzählt der Landwirt. Doch die Pflanzen konnten nicht einfach so in den Feldboden gesetzt werden. „Wir haben für jeden Strauch einen eigenen Gewebesack, in dem ein spezieller Boden ist. Die Heidelbeeren benötigen nämlich einen ganz sauren Boden“, so der Scheiblingkirchner weiter.

„Beim Spargel war es der Frost, bei den Heidelbeeren war es der Hagel. Gott sei Dank haben wir noch vorher geerntet!“ Günter Igel, Landwirt

Doch ganz so perfekt ist es für den ÖVP-Gemeinderat dann doch nicht gelaufen: „Beim Spargel war es der Frost und dieses Mal hat der Hagel zugeschlagen!“ Rund die Hälfte der Ernte ist dadurch verloren gegangen. Doch Igel sieht das mehr oder weniger gelassen: „Gott sei Dank haben wir schon vor dem Hagel etwas geerntet!“