Erstellt am 22. Juni 2016, 06:00

von Philipp Grabner

Polit-Debatte rund um Bahn entbrannt. SPÖ-Abgeordneter Rupert Dworak wirft seinem Kollegen Hauer (ÖVP) „Mutlosigkeit“ vor, weil er bei seinem Antrag nicht mitstimmte.

 |  NOEN, Symbolbild

Die Bahnlinie Wiener Neustadt-Puchberg zu erhalten – das ist sowohl ÖVP-Landtagsabgeordneten Hermann Hauer aus Puchberg, aber auch seinem SPÖ-Kollegen im Landtag, Bürgermeister Rupert Dworak aus Ternitz ein Anliegen.

Und trotzdem ist genau diese Bahnlinie nun Grund einer durchaus hitzigen Diskussion zwischen den beiden. In der jüngsten Landtagssitzung brachten sowohl Dworak als auch Hauer Anträge zur Erhaltung der Bahnlinie ein.

Nun kritisiert Dworak seinen ÖVP-Kollegen, Hauer hätte beim SPÖ-Antrag nicht mitgestimmt. „Was wir brauchen, ist eine Attraktivierung der Bahn, etwa durch einen Halb-Stunden-Takt zu den Hauptverkehrszeiten und den Umstieg auf energiesparende Antriebssysteme“, nennt Dworak seine Beweggründe für die Einreichung des Antrages.

Vorwürfe als „Schwachsinn“ bezeichnet

Gleichzeitig wirft der SPÖ-Politiker seinem Kollegen Hauer vor, sein Antrag hätte keinen echten Inhalt gehabt: „Nur das Verkehrsministerium schwammig aufzufordern, wird hier nicht helfen. Auch das Land ist als zuständige Planungsstelle in der Pflicht, für die Erhaltung der Strecke zu sorgen“, so Dworak weiter. Doch um das Land zu Handlungen aufzufordern, dazu würde Hauer „der Mut fehlen“, so der SPÖ-Politiker zur NÖN.

Hermann Hauer bezeichnet die Vorwürfe Dworaks als „Schwachsinn“. „Einen eigenen Antrag einzubringen, ist absolut legitim. Aber mir jetzt vorzuwerfen, ich wäre dagegen, das wundert mich schon sehr“, meint Hauer – und legt nach: „In dieser Angelegenheit muss jeder seinen Part übernehmen, das Land alleine wird das nicht bewerkstelligen können, dazu braucht es alle“, begründet er seinen eigenen Antrag – und dass er bei Dworaks nicht mitgegangen sei.

Generell meint der Puchberger ÖVP-Abgeordnete, dass „taktische Spielchen“ keinen interessieren würden: „Die Leute wollen mit der Bahn fahren. Dass ich hinter dem Ganzen stehe, habe ich schon 2010 bewiesen, doch da wurde ich noch als ,Münchhauer‘ bezeichnet“, nimmt Hauer Stellung zu einer SPÖ-Aussendung von 2010. „Ich stehe dazu, auch jetzt!“