Erstellt am 23. März 2016, 05:14

Schoeller-Abschwung „noch nicht vorbei“. Ternitzer Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann in die Verlustzone gerutscht. Kerngesunde Bilanzstruktur gibt aber Hoffnung.

 |  NOEN, Schoeller-Bleckmann

Weil die Ölkonzerne angesichts des Ölpreis-Verfalls ihre Investitionen drastisch reduziert haben, ist der Ternitzer Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) 2015 in die Verlustzone gerutscht. Man sei aber mit einer „kerngesunden Bilanzstruktur und der verbesserten Kostenstruktur“ sehr gut aufgestellt, beruhigt SBO-Chef Gerald Grohmann bei der Präsentation des Jahresergebnisses.

Schoeller-Bleckmann produziert Bohrköpfe und Bohrgestänge für die Suche nach Öl und Gas. Der Auftragsstand zu Jahresende 2015 lag mit 34,3 Mio. Euro um 72 Prozent unter dem Vorjahreswert. Eine Erholung sei heuer nicht in Sicht. „Für heuer rechnen wir, dass die Investitionen um weitere 15 bis 20 Prozent zurückgehen werden.“

Dass der Aufschwung kommen wird, ist für Grohmann aber sicher. SBO verfügt über hohe Finanzmittel, präzisiert der neue Finanzchef Klaus Mader. „Im kurzfristigen Vermögen von 391 Mio. Euro stecken 196 Millionen liquide Mittel, die uns zur Verfügung stehen, um den Abschwung zu meistern, aber auch in unsere Wachstumsstrategie zu investieren.“ Von den weltweit 1.135 SBO-Mitarbeitern arbeiten 380 in Ternitz.