Erstellt am 10. Juni 2016, 12:18

von APA/Red, Christian Feigl und Mathias Schranz

Schulkinder und Bus aus Neunkirchen in Unfall verwickelt. Ein Bus der Neunkirchner Firma Schwarzott, mit Schulkindern der 1a der Neuen Mittelschule Lichtenwörth (Bezirk Wiener Neustadt) besetzt, ist Freitagvormittag auf der B320 zwischen Schladming und Mandling mit einem Klein-Lkw kollidiert. Die Schülergruppe soll ersten Meldungen zufolge einen Ausflug geplant haben.

 |  NOEN, APA (ÖAMTC)

Ersten Informationen zufolge soll es vier Verletzte geben, zwei Kinder sowie zwei Erwachsene. 22 weitere Kinder wurden ins Rüsthaus der Feuerwehr Schladming gebracht und werden dort vom Roten Kreuz und dem Kriseninterventionsteam versorgt, hieß es.

Über die Verletzten und deren Identität herrschte noch Unklarheit: Laut Polizei, die Meldungen des ORF Radio Steiermark bestätigte, soll ein Feuerwehrmann unter den Verletzten sein. Die Feuerwehr dagegen sagte, dass es sich um eine Lehrerin handelt, die schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Spital geflogen werden musste.

Zwei Schüler dürften mit leichteren Verletzungen davongekommen sein. Beim vierten Verletzten soll es sich laut Feuerwehr um den Lenker des Klein-Lkws handeln.

Aluprofil bohrte sich in Frau

Die schwer verletzte Frau hat ein offenes Brusttrauma davongetragen. Ein Aluprofil hatte sich in ihren Körper gebohrt. Das Material dürfte am Kleinlaster geladen gewesen sein.  Der Lenker des Kleinlasters soll aus Tschechien sein. Zum Hergang des Unfalls gab es vorerst keine detaillierten Angaben seitens der Polizei.

Laut einer Aussendung des Roten Kreuzes passierte der Unfall gegen 8.45 Uhr auf steirischer Seite nahe der Grenze zu Salzburg. Neben der schwer verletzten Frau, die ins UKH Salzburg geflogen wurde, zählten die Rettungskräfte fünf eher leicht verletzte Passagiere: drei Kinder und zwei Erwachsene. Sie wurden ins Krankenhaus Schladming gefahren.

Die unverletzt gebliebenen Kinder und Begleitpersonen waren nach dem Unfall traumatisiert und wurden im Feuerwehr-Rüsthaus Schladming von Krisen-Helfern betreut.

Die NÖN konnte den Klassenlehrer vor Ort am Telefon erreichen. „Es geht allen gut“, meinte er im Bezug auf „seine“ Kinder in einer ersten Stellungnahme.

„Bus war völlig korrekt unterwegs“

x  |  NOEN, Firma Schwarzott
Das betroffene Busunternehmen Schwarzott ist in Neunkirchen beheimatet. Der Bus war mit einer Schulklasse aus dem Bezirk Wiener Neustadt unterwegs. „Mittlerweile befinden sich alle 22 Kinder auf dem Rückweg, sie werden bald in ihrer Heimat ankommen“, informiert Geschäftsführer Kurt Waclawek (Bild links).

Während der Buschauffeur mit leichteren Verletzungen im Krankenhaus liegt, dürfte eine Lehrerin schwerste Verletzungen bei dem Unfall davongetragen haben. „Genaueres wissen wir noch nicht, aber offensichtlich ist der Klein LKW auf die Gegenfahrbahn unseres Busses, der völlig korrekt unterwegs war, geraten“, so Waclawek.