Erstellt am 17. März 2016, 16:20

von Gina Christof

Schwere Zeiten für Ölgeschäft. Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann verzeichnet durch das schwierige Umfeld ein Minus beim Jahresergebnis 2015.

Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender: »Ich gehe davon aus, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.«  |  NOEN, Christian Jungwirth/Schoeller-Bleckmann

„Nachdem 2014 unser zweitbestes Jahr in der Firmengeschichte war, ist mit 2015 ein sehr schwieriges gefolgt“, erklärt Gerald Grohmann, Vorstandsvorsitzender der in Ternitz ansässigen Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG. Das Unternehmen für Ölfeldausrüstung verzeichnete 2015 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten (EBIT) von 3,7 Millionen Euro. 2014 waren es noch 106,7 Millionen Euro. Das Nettoergebnis lag 2014 bei plus 54 Millionen Euro, 2015 waren es minus 19 Millionen Euro.
 
„Das ist alles der Krise geschuldet“, erklärt Grohmann. Momentan sei mehr Öl vorhanden, als der Markt benötige. Das drücke wiederum auf die Preise. „Da fahren dann die Ölgesellschaften die Investitionen zurück“, meint Grohmann. Die Auftragseingänge gingen so im vergangenen Jahr gegenüber 2014 von 498 Millionen Euro auf 204 Millionen Euro zurück.

Gegenmaßnahmen gesetzt

Durch das schwierige Umfeld hat das Unternehmen viele Gegenmaßnahmen wie Restrukturierungen, geringe Investitionen und Mitarbeiterabbau vorgenommen. Am Standort in Ternitz wurde so der Mitarbeiterbestand von 451 auf 376 Mitarbeiter reduziert.