Erstellt am 18. März 2016, 15:07

von APA/Red

Strafantrag gegen Lokführer nach Semmering-Bahnunfall. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat nach dem Bahnunfall im Semmering-Gebiet am 1. Dezember einen Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung eingebracht.

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"Dem Fahrer des zurückrollenden Zuges wird sorgfaltswidriges Verhalten vorgeworfen", sagte Sprecher Erich Habitzl am Freitag auf Anfrage. Das habe ein von der Staatsanwaltschaft beauftragtes Gutachten zur Zug-Kollision ergeben.

Der Güterzug mit 21 Waggons war auf der Südbahnstrecke zurückgerollt und gegen eine angeforderte Hilfs-Lok geprallt, die bergwärts fuhr. Beim Unfall im Pollereswand-Tunnel zwischen zwei Viadukten bzw. zwischen Breitenstein und Semmering waren 14 Waggons entgleist, zwölf davon im Tunnel. Der Lokführer der Hilfs-Lok wurde ins Krankenhaus transportiert.

Aufgrund der Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten nach dem Unfall war die Semmering-Bergstrecke fast zwei Wochen lang gesperrt. Die ÖBB bezifferten den Schaden mit mindestens fünf Millionen Euro.

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