Neunkirchen

Erstellt am 31. August 2016, 05:50

von Christian Feigl

Neue Heimat für Spürnasen. Die Familie Weissenböck stellte dem Roten Kreuz kostenlos ein großes Grundstück für die Ausbildung der Helfer auf vier Beinen zur Verfügung.

Kommandant Jochen Hirschegger mit Bezirksgeschäftsführer Walter Grashofer und seinem Hund „Pax“ am Gelände.  |  NOEN, Christian Feigl

Viel Platz zum Trainieren und Austoben, nur wenige Anrainer und eine moderne Unterkunft – das neue Suchhundeausbildungszentrum des Neunkirchner Roten Kreuzes in der Peischinger Straße gegenüber der Bezirkszentrale spielt alle Stückerl. Ende September wird die neue Heimat der Spürnasen auf vier Pfoten offiziell eröffnet.

Bislang war die Truppe, der aktuell 15 Hunde samt Betreuer angehören, am Gelände des Gesundheits- und Sozialen Dienstes untergebracht. „Platzprobleme haben einen Umzug notwendig gemacht. Durch Kontakte unseres Kollegen Michael Bürger hat uns die Familie Weissenböck dann dankenswerterweise dieses Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt“, freut sich der Kommandant der Suchhundestaffel Jochen „Buddy“ Hirschegger.

Immerhin ist das Areal 5.500 Quadratmeter groß und bietet mit zwei Plätzen beste Voraussetzungen für ein gezieltes Training. „Rund 50.000 Euro haben wir in die neue Infrastruktur investiert, sehr viel die freiwilligen Helfer aber auch in Eigenregie gemacht“, informiert Bezirksstellengeschäftsführer Walter Grashofer. So mussten Kanal, Strom und Wasser verlegt werden, zwei Trainingsplätze wurden errichtet und ein Container für die Mannschaft aufgestellt.

 Suchhundestaffel ist Aushängeschild

 Zweimal wird in der Woche mit den Hunden vier bis fünf Stunden trainiert. „Aktuell haben wir fünf einsatzfähige Teams, zehn sind in Ausbildung“, erklärt Hirschegger. Die dauert rund zwei bis drei Jahre, ehe reelle Einsätze absolviert werden können. Und diese sind gar nicht so wenig. „Im Vorjahr hatten wir 40 Suchaktionen, vier davon konnten positiv abgeschlossen werden.

Für den Hundeführer und das Tier sind positive Abschlüsse natürlich immer am schönsten“, so Hirschegger. Aber auch Auslandseinsätze, beispielsweise nach Erdbebenkatastrophen, stehen immer wieder an der Tagesordnung. Zuletzt war man in diesem Bereich 2004 im Iran tätig.

„Für das Neunkirchner Rote Kreuz ist die Suchhundestaffel sicher eines der Aushängeschilder und wir sind froh, dass wir sie haben“, ist auch Grashofer stolz auf die Truppe. Neuzugänge sind ebenfalls jederzeit herzlich willkommen: „Einfach beim Roten Kreuz melden“, freut sich Hirschegger über potenzielle Verstärkungen.