Ternitz

Erstellt am 01. Juli 2016, 13:46

von APA Red

Brand in Jagdhütte war gelegt. In einem Wald in Ternitz (Bezirk Neunkirchen) ist am vergangenen Wochenende eine Jagdhütte ausgebrannt. Ermittlungen des Landeskriminalamts NÖ zufolge war das Feuer gelegt worden, darüber hinaus wurden in der Nähe geparkte Fahrzeuge beschädigt. Tatverdächtig ist der Sohn der Besitzer. Der 26-Jährige soll stark alkoholisiert gewesen sein.

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Der Beschuldigte verstrickte sich bei seiner Vernehmung in Widersprüche, berichtete die Landespolizeidirektion am Freitag. Er wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Der entstandene Sachschaden wurde mit 15.000 Euro beziffert.

Am Samstagabend hatte der Verdächtige mit Freunden auf dem Grundstück ein Grillfest abgehalten. Gegen Mitternacht verließen alle Personen das Areal, um eine weitere Veranstaltung zu besuchen. Zurück blieben die Wagen eines Gastes und des 26-Jährigen.

Verletzungen bei weiteren Vandalenakten zugezogen

Am Sonntag gegen 5.00 Uhr kehrte der junge Mann - betrunken - allein zur Blockhütte zurück. Kurz darauf rief er seine Mutter an und erzählte ihr, dass das Gebäude brannte (

). Alarmierte Feuerwehrleute trafen den 26-Jährigen an, er hatte Schnittwunden an beiden Armen.

Brandermittler, die auch einen Spürhund einsetzten, stellten fest, dass das Feuer an mindestens vier Stellen in der Hütte mit brandbeschleunigenden Mitteln initiiert worden war. Die weiteren Erhebungen ergaben, dass der Verdächtige in alkoholisiertem Zustand zu Aggressionen neige und es dabei immer wieder zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen komme.

Die Verletzungen dürfte er sich bei seinen weiteren Vandalenakten zugezogen haben: bei den Fahrzeugen und in einem Geräteschuppen waren die Scheiben eingeschlagen und bei einem dort abgestellten Wohnwagen die Seitenwand demoliert worden.

Nach Polizeiangaben dürfte der Alkoholisierte beschlossen haben, seinen Eltern Schaden zuzufügen. Er war nicht geständig und gab an, sich aufgrund seines Zustands an nichts zu erinnern, könne allerdings auch nicht ausschließen, die Taten begangen zu haben.