Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:12

von Christian Feigl

Huber geht nach Afrika. Der Ternitzer Bäcker und ÖVP-Gemeinderat Thomas Huber wird in Kenia ein Bäckereiprojekt leiten. Die Zukunft der Ternitzer Filiale ist offen, Franz Fidler erbt das Mandat.

Die Stadtgemeinde wird die Patronanz für die ersten fünf Lehrlinge übernehmen, im Bild Huber und Bgm. Rupert Dworak.  |  NOEN, Foto: NÖN

Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern, aber ganz so wie erzählt wird, ist es dann doch nicht. Fakt ist: Meisterbäcker und ÖVP-Gemeinderat Thomas Huber ist in der Vorwoche nach Afrika geflogen, um dort ein humanitäres Bäckereiprojekt aufzubauen. „Konkret werde ich in Kenia ein österreichisches Bäckereiprojekt leiten“, so Huber vor seinem Abflug zur NÖN.

Wie lange dies von Dauer sein wird und wie es mit der Filiale in der Ruelstraße weitergehen wird, ist allerdings noch ungewiss: „Die Zukunft der Bäckerei Huber steht damit nur am Rande in Verbindung und wird erst Ende Dezember entschieden“, so Huber. Auch Leo Kohn, der von Huber sein Eiscafe gepachtet hat, weiß nichts Konkretes, aber bereits soviel, dass „sich für mich, egal was passiert, nichts ändern wird!“

Pro Jahr fünf Lehrlinge 

Die missionarische Arbeit in der Familie des Bäckermeisters hat Tradition. Huber war bereits zweimal im Kongo, um Bäckereien aufzubauen. Nunmehr zieht es ihn nach Nairobi, wo er im Projekt „Hope for future“ den Aufbau und die Ausbildung von Bäckergeschäften und Lehrlingen betreiben soll. Die Firma Backaldrin, die Erfinder des Kornspitzes, ist mit rund 800 Mitarbeitern Weltmarktführer im Bereich Backgrundstoffe und in über 102 Ländern der Erde, auf allen Kontinenten, vertreten.

Der Kornspitz ist das meistverkaufte Korngebäck der Welt. Die „Backaldrin-Kornspitz-Company“ ist somit ein kompetenter Partner des Projektes. „Ich werde pro Jahr fünf Lehrlinge ausbilden, um die Qualität der Backwaren zu steigern. Derzeit sind sowohl Produktion als auch der Vertrieb noch „in den Kinderschuhen“, erklärt der Auswanderer.
Sein Mandant wird ein „alter“ Bekannter übernehmen: Franz Fidler, Direktor der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pyhra, kehrt auf die Politbühne zurück.