Erstellt am 24. Mai 2016, 05:44

von Andreas Fussi

Jugend will neuen Ort für Freizeitvergnügen. Größter Wunsch der Ternitzer Jugendlichen ist ein neuer Standort für das Jugendzentrum. Aber kein Interesse an Skaterplatz.

Erik Hofer, Jeannine Gersthoferund und Kristin Stocker mit einem Großteil der teilgenommenen Jugendlichen beim obligaten Gruppenfoto. Nach der Erörterung aktueller Themen und einem Gedankenaustausch luden die drei Jungpolitiker zu Hot Dogs ein.  |  NOEN, Fussi

Jugendstadträtin Jeannine Gersthofer und die Jugendgemeinderäte Erik Hofer und Kristin Stocker (alle SPÖ) haben am Freitag im Rahmen ihrer Jugendinitiative „Teenitz, deine Stadt wird jung“ zum zweiten Ideenzirkel geladen. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren waren eingeladen, um sich einzubringen.

Rund 20 Jugendliche nahmen das Angebot wahr, zum Großteil Besucher des Jugendzentrums. Ihr größtes Anliegen ist es, eine neue Unterkunft für das Jugendzentrum ausfindig zu machen, da die jetzige Lage als nicht optimal bezeichnet wurde. Weiter aktuell ist der Wunsch nach einem größeren Aschenbecher.

Als alternativer Standort wurde das frühere Kinderfreundhaus beim Kindlhof genannt. Das sei jedoch in einem denkbar schlechten Zustand, erklärte Erik Hofer. „Eine Renovierung ist nicht im Budget drinnen.“ Bis zu 300.000 Euro würde die Sanierung kosten, ergänzte Stadträtin Gersthofer.

Obst und Gemüse anbauen

Außerdem sei das Haus als Jugendherberge gewidmet, also könne man es auch nicht einfach abreißen und etwas Neues hinstellen. Ins Spiel gebracht wurde auch das ehemalige Gebäude der Sozialistische Jugend, doch dieses gehöre dem Landesverband, der dort bereits ein konkretes Projekt vorhabe. „Es ist schwierig, geeignete Räumlichkeiten zu finden“, weiß Hofer. Gersthofer: „Wir schauen uns immer um. Ich wünsche mir für Euch, dass wir etwas finden.“

Kein Interesse besteht seitens der Jugendlichen an einem neuen Skaterpark, nachdem beim alten die Geräte im Auftrag des TÜV entfernt werden mussten. Beim Fußballplatz beim Kindlwald zeichnet sich indessen eine Lösung ab. So werden neue, kleinere Tore angekauft und fix montiert. Der entsprechende Beschluss erfolgte bereits im Stadtrat, so Gersthofer. Der Platz ist unter der Woche öffentlich zugänglich, außer Vereine reservieren ihn vorher. Auch am Wochenende erfolge die Benutzung nur gegen Voranmeldung, damit die Anrainer nicht ständig gestört werden.

Interesse wurde seitens der Jugend am geplanten „Projekt Obststadt“ angemeldet. Hier soll nach Vorbild von Wiener Neustadt und Traiskirchen auf einer öffentlichen Fläche Obst und Gemüse angebaut werden, zur freien Verfügung. Viele zeigten sich abwartend, aber interessiert, mitzumachen.