Erstellt am 20. Januar 2016, 05:08

von Andreas Fussi

Keine Chance für Falke. Tierheim Ternitz wurde zu schwer verletzten Turmfalken gerufen. Für das Jungtier gab es leider kein Happy End.

Der Turmfalke (lateinisch »Falco tinnunculus«) ist der häufigste Falke in Mitteleuropa.  |  NOEN, Foto: Michael Gäbler/Wikimedia

Kein glückliches Ende nahm am Freitag die Rettung eines jungen Turmfalken. Elisabeth Platzky vom Ternitzer Tierheim wurde am Vormittag gerufen, nachdem Hausbewohner das Tier im Garten gefunden hatten und die Tierärztin zu dem Zeitpunkt gerade in der Ordination zu tun hatte und nicht kommen konnte.
Platzky musste feststellen, dass der Raubvogel schwer verletzt war, unter anderem waren die Ellbogen des Tieres ganz kaputt. „Wir konnten da leider nichts mehr tun“, sagt Platzky. Die Tierärztin wurde später gerufen, um den Turmfalken einzuschläfern. „Bevor es verhungert, ist das für das Tier immer noch die bessere Lösung.“

Warum der Vogel so schwer verletzt war, darüber lässt sich nur mutmaßen. Platzky nimmt an, dass das Jungtier irgendwo hängengeblieben ist. „Eventuell war es hinter einer Beute her und dabei unachtsam.“ Es komme im Übrigen immer wieder vor, dass Greifvögel vom Tierheim betreut werden. Erst voriges Jahr konnte ein verletzter Uhu gerettet werden und dann wieder in die Freiheit entlassen werden.

Platzky erinnert sich auch den einen Vorfall vor ein paar Jahren, als ein verletzter Kranich am Weg in den Süden zur Veterinärmedizinischen Universität gebracht werden musste, wo er behandelt wurde und ein Jahr darauf weiter in den Süden fliegen konnte.
Elisabeth Platzky verweist aber in dem Zusammenhang, dass für jagdbares Wild eigentlich hauptsächlich die Jägerschaft zuständig sei. Aber man könne sich bei verletzten Tieren gerne auch an den Tierschutzverein wenden.