Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:38

von Petra Stückler

Lager geschlossen. Seit 21. September wurden mehr als 10.000 Kriegsflüchtlinge in Ternitz betreut. Derzeit kommt niemand mehr.

Jakob Forsthuber vom Roten Kreuz, die Spender Harald Blaschek jun., Andrea Blaschek und Peter Schmoll.  |  NOEN, Foto: Rotes Kreuz

Es herrscht Ruhe beim Flüchtlingstransitquartier in Ternitz, und deshalb wird es per 14. Dezember offiziell geschlossen und die Gemeinde Ternitz übernimmt die Räumlichkeiten wieder.

„Es wurden seit 21. September über 10.000 Menschen dort versorgt“, zog SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak in der letzten Gemeinderatssitzung Bilanz „und ich möchte mich ganz besonders herzlich bei all jenen bedanken, die den reibungslosen Ablauf ermöglicht haben.“ Viele Freiwillige und das Rote Kreuz mit dessen Bezirkskommandant Walter Grashofer sorgten für warme Mahlzeiten und Orientierung, sowie Sicherheit für die Schutzsuchenden. Grashofer legte bei der Betreuung besonderen Wert auf Information.

„Wir haben den Leuten bereits in den Bussen gesagt, wo es lang geht“, verrät er gegenüber den NÖN die Vorgangsweise, um Chaossituationen zu vermeiden. Grashofers Bilanz in Zahlen: „Uns haben rund 200 Mitarbeiter vom Team Österreich geholfen, gesamt wurden 16.000 Dienststunden geleistet.“ Er bedankt sich auch auf diesem Wege bei allen Helfern, darunter die Polizei, die Ärzteschaft, Bezirkshauptmannschaft und Stadtgemeinde Ternitz.