Erstellt am 05. Januar 2016, 04:43

von Christian Feigl

List baut bei Superjet mit. Erster Überschall-Businessjet in Planung: List, das Thomasberger Traditionsunternehmen, wird auch dabei wieder für die Innenausstattung verantwortlich sein.

So wird der neue Überschall-Businessjet aussehen.  |  NOEN, Foto: Aerion

Nicht nur dabei, sondern mitten drin und das, erste Reihe fußfrei, ist die List-Gruppe bei einem spektakulären Flugzeugprojekt der Zukunft. Der Vorzeigebetrieb wird bei der Entwicklung des ersten Überschall-Businessjets die Kabinenausstattung übernehmen!

Entwickelt wird dieser Superjet von Airbus und Aerion mit mehreren Partnern. Diese haben die Firma Inairvation mit der Konzeption sowie die Zertifizierung und Produktion des Kabineninterieurs des AS2 Überschall-Businessjets beauftragt. Die Inairvation GmbH wurde 2014 als 50:50 Joint Venture zwischen Lufthansa Technik und List GmbH gegründet, die NÖN berichtete. Sie ist das erste Unternehmen, das ganzheitliche Lösungen für Einrichtung und technische Ausstattung von Businessjet-Kabinen bietet.

Bereits 20 Modelle bestellt

Inairvation hat seinen Sitz ebenfalls in Thomasberg und wird von den Co-CEOs Werner Kartner von List und Philipp von Schroeter von der Lufthansa Technik geführt. „Die Möglichkeit, an der Entwicklung des Kabineninterieurs des ersten Überschall-Businessjets dabei zu sein, ist einzigartig und aufregend für uns“, sagt von Schroeter.

„Dies ist genau die technologische und ästhetische Herausforderung, wofür diese Firma gegründet wurde. Wir strotzen nur so vor Ideen, die die AS2-Kabine zum aufregendsten und attraktivsten Interieur in der Geschäftsluftfahrt machen sollen.“

Das Team hat bereits ein Modell in Originalgröße für die Konzeption und Entwicklung des AS2 Interieurs im Studio von DesignQ in Redditch, England, angefertigt.

Obwohl das neue Überschallflugzeug erst in fünf Jahren abheben soll, wurden bereits 20 Modelle bestellt. Mit dem Bau wird schon früher begonnen. Neben den bisher 660 Mitarbeitern am Standort in Thomasberg werden daher auch wieder neue Arbeitskräfte benötigt.