Erstellt am 02. Januar 2016, 18:51

von NÖN Redaktion

Todesdrama am Schneeberg. Samstag Mittag wurde die Bergrettung Puchberg und Reichenau zu einem Bergunfall am südlichen Grafensteig (Schneeberg) alarmiert.

Mit fast 17 Grad Celsius stellte Puchberg am Schneeberg im Jänner den österreichischen Wärmerekord im Jänner auf.Steindy/wikipedia  |  NOEN
Laut Melder ist eine Frau zuerst zehn und dann ca. 150 Meter abgestürzt. Da zu diesem Zeitpunkt Hubschrauberflüge aus dem Raum Wr. Neustadt wegen Nebel nicht möglich waren, fuhren Bergrettungsmänner aus Reichenau über den Gahns bis zum Krumbachsattel (1418m) und die Bergretter aus Puchberg über den Hengst bis zur Bahnstation Baumgartnerhaus (1398m) auf.

Rettungskräfte benötigten zwei Stunden zur Unfallstelle

Zur Unfallstelle in der Bockgrube (Königschußwand) benötigten die Einsatzkräfte rund zwei Stunden. Leider konnte der Bergrettungsarzt aus Grünbach nur mehr den Tod der jungen Frau aus dem Bezirk Neunkirchen feststellen.

Das Opfer hatte mit einem Begleiter eine Bergwanderung unternommen. Dabei dürfte die junge Frau im Bereich des Grafensteigs ausgerutscht sein. „Dort liegt eigentlich ganz wenig Schnee, es dürfte einfach ein verhängnisvoller Fehltritt gewesen sein“, meint Ewald Putz, der Leiter der Bergrettung Reichenau.

x  |  NOEN, H. Dittler


Ihr Begleiter verständigte sofort die Einsatzkräfte, allerdings liegt die Absturzstelle so entlegen, dass es Stunden dauerte, bis die Retter schließlich dorthin gelangten. „Doch da war jede Hilfe zu spät. Sie dürfte sofort tot gewesen sein“, so Putz. Ungewiss ist noch der genaue Herkunftsort der Toten, letzten Angaben zufolge soll sie aus der Ternitzer Gegend stammen.

Um 15:30 Uhr konnte der ebenfalls alarmierte Hubschrauber des Innministeriums aus Graz die Verunglückte zum Zwischenlandeplatz in Kaiserbrunn ausfliegen. Der Abstieg der Einsatzmannschaften dauerte bis 17:30 Uhr.

Am Einsatz waren 22 Bergretter aus Reichenau  und 15 Bergretter aus Puchberg, vier Alpinpolizisten, ein Arzt und die Besatzung des Hubschraubers Libelle 2 aus Graz beteiligt.