Erstellt am 21. April 2016, 05:44

von Christian Feigl

Urbanhof-Initiative: Historisches Treffen. Regina Peter ist in der ehemaligen Arbeitersiedlung geboren und aufgewachsen. Nun organisiert sie erstmals einen Abend für die einstigen Bewohner.

Regina Peter lädt zum Treffen der Urbanhofler.  |  NOEN, Foto: Feigl

Regina Peter, vormals Ascher, ist das, was man eine echte „Urbanhoflerin“ nennen darf: Die heute 70-Jährige ist nicht nur in der historisch bedeutsamen Arbeitersiedlung aufgewachsen, sondern sogar direkt dort in einer Wohnung geboren. Mit dieser Adresse hat sie bis heute eine besondere Verbundenheit – nun möchte sie ein Treffen aller ehemaligen Bewohner organisieren.

„Ich habe bis zu meinem 16. Lebensjahr dort gelebt und eine wunderbare Jugend verbracht“, erinnert sich die Natschbacherin im Gespräch mit der NÖN. Die Zeit sei trotz gewisser Entbehrlichkeiten eine für sie sehr schöne und unbeschwerte gewesen: „Ich hatte viele Spielkameraden und wir hatten immer viel Spaß!“
Durch ihren Vater, der bei der Brevillier Urban gearbeitet hat, sei die Familie damals dort in den Genuss einer Wohnung gekommen. „Eine schöne Zeit, am Abend sind die Familien immer im Hof gesessen, haben geplaudert oder gemeinsam etwas gegessen. Das gibt es ja heute alles nicht mehr, man sitzt nur mehr vorm Fernseher oder Handy“, schwelgt sie in alten Erinnerungen.

Erinnerungen, die sie nun beim Treffen am 28. April ab 17 Uhr im Gasthaus Augartl wieder aufleben lassen möchte. „Leider habe ich nicht viele aktuelle Adressen, aber zwanzig Personen, darunter auch über 90-Jährige, haben bereits zugesagt“, hofft sie mit Hilfe der NÖN auf weitere ehemalige Mitbewohner zu stoßen. „Kommen kann jeder, der sich dafür interessiert“, so Peter, die vorhat, das Treffen halbjährlich zu einer fixen Einrichtung werden zu lassen.

Wie bereits in der NÖN berichtet, wurde die historische Arbeitersiedlung vor zwei Jahren komplett geschleift. Auf dem Gelände baut nun die Neunkirchner Siedlungsgenossenschaft Wohnungen. Baustart des Projekts ist im Mai vorgesehen.