Erstellt am 31. Mai 2016, 05:44

Verdeckter Ermittler sprengte Drogendeal. Saubersdorfer und Felixdorferin sollen im Darknet Drogen im großen Stil verkauft haben. Ein verdeckter Ermittler entlarvte sie.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Drei Kilo Kokain, 20 Kilo Amphetamin (Gesamtwert rund 240.000 Euro) sollen ein Saubersdorfer und in untergeordneter Rolle eine Felixdorferin einem verdeckten Ermittler im sogenannten Darknet, der dunklen Seite des Internets, angeboten haben.

Dabei wurde die Polizei auf sie aufmerksam und beauftragte einen verdeckten Ermittler, die Verfolgung im Internet aufzunehmen. Die beiden kamen gemeinsam mit einem dritten Mann vor Gericht. Der Saubersdorfer stritt ab, dass er tatsächlich so viele Drogen organisieren hätte können: „Ich habe gedacht, das ist völlig übertrieben, der springt ab, weil er das nie zahlen kann.“

Prozess geht im Sommer weiter

Das Gericht wollte deshalb den verdeckten Ermittler als Zeugen hören. Um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, wurde er per Videokonferenz einvernommen. Ein Kriminalbeamter, der im Gerichtssaal anwesend war, identifizierte ihn. Der verdeckte Ermittler hatte keinen Zweifel, dass die ihm angebotenen Drogen auch tatsächlich bereit gestellt werden konnten. „Ich habe ihm mehrmals gesagt, er soll mir lieber weniger zusagen, aber dann tatsächlich liefern können. Sonst sind die Kunden sauer“, erinnerte sich der geheime Zeuge.

Der Angeklagte habe versichert, die Menge mühelos liefern zu können. „Der Angeklagte hat gesagt, dass Sie ihn bedroht haben“, bohrte die Richterin nach. „Natürlich muss ich da schroffer reden, weil ich meine Tarnung nicht auffliegen lassen darf, bedroht habe ich ihn aber nicht“, so der Zeuge. Der Prozess wird im Sommer fortgesetzt.