Erstellt am 24. September 2015, 12:45

Warther Maisversuch ist für ganz Österreich repräsentativ. Schüler halfen bei Kukuruz-Versuch tatkräftig mit.

Die Schüler waren im praktischen Unterricht mit Begeisterung bei der Maisernte dabei. Die Personen v. l.: Bernhard Kilian, Marcel Pöll, Christoph Handler und Pflanzenbauexperte Dipl.-Ing. Günther Kodym.  |  NOEN, Jürgen Mück
Gleich zu Schulbeginn halfen die Schüler der LFS Warth tatkräftig bei der Maisernte für einen speziellen Versuch mit, der österreichweit Gültigkeit hat. „Die Ernte der Maiskolben ist sehr aufwendig und wird daher außer in Warth nur noch an der Fachschule Pyhra durchgeführt. Bei allen anderen ähnlichen Analysen wird der gesamte Mais geerntet und erst dann wird auf die tatsächliche Erntemenge rückgeschlossen“, informiert Pflanzenbauexperte Dipl.-Ing. Günther Kodym.

„Durch die getrennte Ernte der Kolben und der Restpflanze können wir exakte Aussagen zu den Erträgen und Energiegehalt der einzelnen Maissorten machen und ganz gezielte Anbauempfehlungen geben. Für Landwirte sind die Ergebnisse daher wichtige Kriterien und eine Entscheidungshilfe für die Wahl seiner nächstjährigen Silomais- oder Körnermaissorte“, so Kodym.
 
Es handelt sich um statistisch abgesicherte Exakt-Versuche mit vier Wiederholungen, die nach internationalen Normen angelegt werden und daher anerkannt sind. Die Ergebnisse des Warther Standortes gehen auch in die Empfehlungen der „Beschreibenden Österreichischen Sortenliste“ ein, die von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und dem Lebensministerium herausgegeben wird.

Gute Erträge sind kein Zufall

Nur ein an den Standort und die Nutzung angepasster Pflanzenbestand bringt den höchsten Ertrag. Dazu sind exakte Daten und wissenschaftliche Forschungsarbeit notwendig. Gilt es dabei doch die optimale Sorte passend zum Boden, Niederschlags- und Wärmeangebot zu finden. „Wirtschaftlicher Druck, Produktionsauflagen, aber auch der Klimawandel und das vermehrte Auftreten von Schadorganismen stellen die Bauern vor weitere große Herausforderungen. Zudem steht der Pflanzenbau im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen. Die Konsumenten erwarten sich gesunde und qualitative hochwertige Lebensmittel und ein vielfältiges Angebot“, betont Pflanzenbauexperte Kodym.