Erstellt am 16. September 2015, 05:32

von Gerhard Brandtner

Wieder Quartiersuche in Gloggnitz. Mit dem Wasserschlössl war bereits so gut wie alles klar, nun hat das Objekt aber überraschend einen Käufer gefunden.

 |  NOEN, HANS KLAUS TECHT (APA)

Ambitioniert war der Plan des Roten Kreuzes Gloggnitz, innerhalb der Stadt ein Quartier für rund 15 bis 20 Flüchtlinge zu finden (die NÖN berichtete).

Mit den Eigentümern des ehemaligen Gasthaus „Wasserschlössl“ wurde verhandelt, jetzt musste man dieses Vorhaben fallen lassen, da für das Objekt, welches seit geraumer Zeit zum Verkauf steht, ein Käufer gefunden wurde.

Suche nach einem Quartier läuft

„Wir sind nach wie vor auf der Suche nach einem Quartier für zehn bis zwanzig Personen“, so Stefan Spielbichler vom Bezirksstellenkommando des Roten Kreuz Gloggnitz. Und merkt auch an, dass der Hilfsorganisation zahlreiche Einzelquartiere angeboten worden sind. „Die Gemeinden und wir haben viele Meldungen für einzelne Quartiere erhalten, für die wir dankbar sind“, so Spielbichler.

Diese Lösung würde aber einen sehr hohen Verwaltungs- und Betreuungsaufwand nach sich ziehen, weshalb man hofft, eine andere, zentrale Lösung zu finden. „Auch bei uns haben sich viele Private gemeldet“, bestätigt Listen-Bürgermeisterin Irene Gölles. Die Stadt und die beiden Pfarren haben das Rote Kreuz von Beginn an unterstützt. Gölles: „Wir suchen intensiv nach einem geeigneten Objekt.“

„Containerdorf“ist nicht angedacht

Ein „Containerdorf“ ist nicht wirklich angedacht. Stefan Spielbicher dazu: „Dies ist kostenmäßig uninteressant. Nicht nur in der Anschaffung oder Miete teuer, sondern auch der Betrieb, vor allem im Winter wegen der Heizkosten.“

Findet sich keine zentrale Lösung, wird man wohl auf Einzelquartiere zurückgreifen. „Wir werden aufgrund der prekären Lage auf jeden Fall Flüchtlingen eine Unterkunft bieten. Die Vorbereitungsarbeiten und Evidenzhaltung von Hilfsmeldungen laufen“, erklärt Spielbichler.