Erstellt am 19. Januar 2016, 05:48

von Johannes Authried

Vier neue Inszenierungen. Die Festspiele in Reichenau werden auch dieses Jahr wieder ein buntes Programm für die Zuseher anbieten. Unter anderem wird ein Stück von Heimito von Doderer aufgeführt.

Das Intendantenpaar Renate und Peter Loidolt flankiert von Stefanie Dvorak (links) und Julia Stemberger (rechts).  |  NOEN, Foto: Authried

Auch im 28. Jahr der Festspiele Reichenau setzt man auf altbewährtes und neues. Bei der Pressekonferenz in Wien präsentierte das Intendantenpaar Renate und Peter Loidolt, im Kreise zahlreicher SchauspielerInnen, ein neues Theaterprogramm für die „Unsrigen“.

„Das sei eine eingeschworene Clique aus Künstlern und Zuschauern, die Theater in einer ganz bestimmten Form wollten, getragen vor allem vom Respekt gegenüber den Dichtern“, so Renate Loidolt. Vier Theater-Neuinszenierungen stehen heuer auf dem Programm. Das Großprojekt schlechthin ist das Heimito von Doderer Stück „Die Dämonen“ (Uraufführung 4. Juli). Schauspieler und Autor Nicolaus Haag hat aus dem 1.360 Seiten Werk eine Bühnenfassung für 16 Schauspieler reduziert. Julia Stemberger wird Mary K. spielen. In weiteren Rollen u. a. Joseph Lorenz und Peter Matic.

Für das Stück „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (Premiere 2. Juli) von Tennessee Wiliams holte man für die Regie die gebürtige Texanerin Beverly Blankenship wieder nach Reichenau. Die Hauptrolle spielt Stefanie Dvorak. Das Bühnenbild stammt von Peter Loidolt, der sich von Hemingways Haus auf Key West anregen ließ.

Nachfrage  auch für heuer sehr groß

Speziell für junge Leute inszenierte man Arthur Schnitzlers „Liebelei“ (Premiere 3. Juli). In den Hauptrollen u. a. Wolfgang Hübsch und Alina Fritsch. Mutter Regina Fritsch zeichnet für die Regie verantwortlich. Wie Schnitzler gehört auch Nestroy, durch seine Aufenthalte in Reichenau, zum Fixpunkt der Theatersaison.

„Liebesgeschichten und Heiratssachen“ (Premiere 5. Juli) mit Miguel Herz-Kestranek als Hochstapler Nebel, in weiteren Rollen Toni Slama, Chris Pichler und Marcello de Nardo. Bonmot am Rande, bei Liebesgeschichten und Heiratssachen dachte Regisseur Helmut Wiesner zuerst nicht an Nestroy, sondern an Elisabeth Spiras Liebesgeschichten und Heiratssachen.

Hausherrin Renate Loidolt gestaltete die neue szenische Lesung „Brennendes Geheimnis“ von Stefan Zweig mit Joseph Lorenz, Dominik Raneburger und Chris Pichler. Die Aufführung findet am 10. Juli statt.
Bereits Tradition haben die Klavierkonzerte von Rudolf Buchbinder (3. Juli) sowie von Katia und Marielle Labeque (17. Juli). Die Nachfrage ist auch für heuer sehr groß. Etliche Termine, durch den Kartenvorverkauf für Mitglieder, sind bereits ausverkauft. Wie in den Jahren zuvor werden an die 40.000 Besucher erwartet. Mehr Infos gibt es unter www.festspiele-reichenau.com.
 

Die Stücke:

• „Die Dämonen“ Heimito von Doderer: Uraufführung 4. Juli.
•  „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ von Tennessee Wiliams: Premiere 2. Juli.
• „Liebelei“ von Arthur Schnitzler: Premiere 3. Juli.
•  „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ von Johann Nestroy: Premiere 5. Juli.