Erstellt am 22. Juni 2016, 05:55

von Philipp Grabner

Pfarrer Hajdinjak muss gehen. Vladimir Hajdinjak verlässt die Zöberner Pfarre in Richtung Wien. Seine Nachfolge tritt ein Kirchberger Kaplan an.

Vladimir Hajdinjak verlässt Zöbern und wechselt nach Wien.  |  NOEN, Foto: Grabner

Mit 1. September dieses Jahres soll ein Wechsel in der Pfarre Zöbern vollzogen werden. Pfarrer Vladimir Hajdinjak, seit fünf Jahren in Zöbern stationiert, wechselt nach Wien.

Hajdinjak selbst war überrascht, als er von seiner Versetzung erfuhr: „Andererseits ist es ein normaler Prozess, dass man hin und wieder einer anderen Pfarre zugeteilt wird“, so der Geistliche im NÖN-Interview. „Die Entscheidung kam von oben, vom Kardinal, besondere Gründe wurden mir nicht genannt. Es hieß, ich werde dort mehr gebraucht als in Zöbern“, so Hajdinjak weiter.

Dass in der Gemeinde Unterschriften für einen Verbleib des Pfarrers gesammelt wurden, ist dem 56-Jährigen übrigens auch bekannt: „Das zeigt, dass ich bei vielen beliebt war und bin und freut mich. Auf die Entscheidung hat das aber keinen Einfluss“, so Hajdinjak, der den Beschluss akzeptieren will.

Unterschriftenaktion für den Verbleib gestartet

Im Großen und Ganzen sei er gerne „ein Zöberner“ gewesen, wie er sagt, besonders das Feiern von Kinder- und Familienmessen bereitete ihm Freude, wie er anfügt. Aber: „Selbstverständlich gab es auch Konflikte, aber ich denke, dass diese überall vorhanden sind“, meint er.

Auch Zöberns ÖVP-Bürgermeister Johann Nagl hat von Hajdinjaks „Abberufung“ erfahren: „Seitens der Gemeinde war die Zusammenarbeit immer gut. Mir war wichtig, dass jemand nachkommt und wir nicht von einer anderen Pfarre mitbetreut werden“, so Nagl zur NÖN.

Wieso Hajdinjak versetzt wird, wollte die NÖN auch von der Erzdiözese wissen. Pressereferentin Angela Ringhofer: „Der Provisor wird vom Bischof nach Wien zurückberufen, weil er hier in einer Pfarre gebraucht wird“, heißt es dort – und weiter: „Personalrochaden dieser Art sind ein völlig normaler Vorgang!“
Dass in der Pfarrgemeinde eine Unterschriftenaktion für den Verbleib von Hajdinjak gestartet worden ist, sei „zwar schmeichelhaft für den Betroffenen und spricht für Beliebtheit“. An der Entscheidung des Bischofs ändere dies aber nichts.

Nachfolger von Hajdinjak soll Helmut Gschaider aus Kirchberg werden, der in der Vorwoche jedoch nicht in der Pfarre war und daher von der NÖN nicht erreicht werden konnte.