Das Bildungsvolksbegehren ist am Donnerstag in den Nationalrat eingezogen. Bei der sogenannten "Ersten Lesung" wurde der Initiative des Industriellen und ehemaligen SPÖ-Politikers Hannes Androsch ein freundlicher Empfang bereitet. Selbst die vom Volksbegehren nicht wirklich begeisterten Fraktionen von ÖVP und Freiheitlichen fanden zumindest in Teilbereichen Gutes.
Das Volksbegehren, das von knapp 384.000 Österreichern unterschrieben wurde, wird nun in einem eigenen "besonderen" Ausschuss behandelt. Diese All-Parteien-Einigung hatte schon im Vorfeld für harmonische Stimmung gesorgt, weshalb Reibereien zwischen den Parteien in der Debatte im wesentlichen ausblieben.
Unverändert starr sind die Standpunkte in der Koalition, was Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren angeht. Während SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl sich vehement gegen das "Kampfwort" Massenuniversität stellte und ein Mehr an Studenten einforderte, machte Wissenschaftsminister Töchterle (ÖVP) klar, dass aus seiner Sicht an Studiengebühren, Studienplatzfinanzierung und Zugangsregelungen kein Weg vorbeiführe. Leute von der Uni abgehalten werden sollten damit freilich nicht. Vielmehr sollten sie in ihren Entscheidungen bezüglich der Studienrichtung gelenkt werden.






