VON TINA WESSIG
Die „Nachmittagstante“ zur Betreuung von Kindern gehört der Steinzeit an. Heute werden speziell ausgebildete Pädagogen herangezogen: Die Freizeitpädagogik ist ein junger Bereich in der Ausbildung. Sie gilt als Ergänzung und Erweiterung des Unterrichts; Kinder von 6 bis 15 Jahren sollen davon profitieren.
Dabei geht es um die Förderung von Persönlichkeitsbildung, um die professionelle Gestaltung von Lernzeit und Freizeit sowie um fachdidaktisch orientierte Unterstützung.
Ein Freizeitpädagoge ist laut Gesetz für „die sinnvolle Freizeitgestaltung (sportlich, musikalisch, künstlerisch)“ zuständig.
„Dennoch soll nicht so hart Lernzeit von Freizeit getrennt werden. Freizeitpädagogen kümmern sich um das Kind als Ganzes – als Mensch und als Schüler“, weiß Rektor Erwin Rauscher von der Pädagogischen Hochschule für Niederösterreich in Baden. „Er begleitet den Schüler in vielen Belangen und schenkt Qualitätszeit.“
Der Hochschullehrgang dauert zwei Semester – und startete vor wenigen Tagen. Die neue Berufsgruppe soll trotz Lehrermangels den Personalbedarf beim Ausbau der schulischen Tagesbetreuung decken können.
„Von 86 Bewerbern begannen den Lehrgang 72“, sagt Rauscher. „Etliche verfügen bereits über Ausbildungen, die angerechnet werden können. Wir haben Le gasthenie-Trainer, Erziehungs- & Bildungswissenschafter, Hort pädagogen, Sporttrainer, Maler, Tänzer – und sie alle bringen andere Erfahrungen mit.“ Jeder ab 18 kann zum Freizeitpädagogen ausgebildet werden, wobei Interesse und Eignung zuvor getestet werden. Info: www.ph-noe.ac.at






