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06.02.2012 | 00:00 |
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„Ein Rauchmelder kann Leben retten!“

BRANDSERIE / Fast täglich werden die Feuerwehren zu brennenden Häusern oder Wohnungen gerufen. Die Zahl der Brandopfer steigt.

VON GEORG SCHRÖDER

Silvesternacht 2011. Noch nie mussten die Feuerwehren zum Jahreswechsel zu so vielen Bränden ausrücken. „Innerhalb weniger Stunden 72 Mal“, sagt Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.

Damit war die unheimliche Brandserie, die bereits vor Neujahr eingesetzt hat, aber längst nicht vorbei. Im Gegenteil. Seit Wochen werden die Einsatzkräfte fast täglich zu brennenden Häusern oder Wohnungen alarmiert. So manches Ereignis hinterlässt Schock und Trauer. Denn zuletzt sind in den Flammen auch Menschen ums Leben gekommen.

In Neunkirchen starb eine 64-Jährige in ihrer brennenden Wohnung. Auslöser für das Inferno: Teelichter auf dem Nachtkästchen. In einem Mehrparteienhaus in Pöchlarn kamen eine 46-Jährige und ihr Hund ums Leben. Die Brandursache: eine vergessene Kerze. Ein von einem Heizgerät ausgelöster Brand bedeutete für einen 80-jährigen Pensionisten in Groß bei Hollabrunn das Todesurteil.

In Krems gelang es einem Vater in letzter Sekunde, seine Kinder (2 und 4 Jahre alt) aus einer brennenden Wohnung zu retten. In Hochneukirchen züngelten um das Bett eines 18 Monate alten Buben schon die Flammen. Der Vater rettete den kleinen Kai vor dem Feuertod.

Jüngsten Statistiken zu Folge hat sich die Zahl der Brandopfer in Österreich stark erhöht. „Plus 30 Prozent. Der Großteil der Brandopfer stirbt an den Folgen einer Rauchgasvergiftung“, betont Hauptbrandinspektor Res perger. Dabei würden sich derartige Katastrophen mit geringen Investitionen verhindern lassen. Respergers Tipp: Rauchmelder und Feuerlöscher (siehe Infobox).

Rauchmelder sind einfach zu installieren und wartungsfrei. Resperger: „Ein Rauchmelder kann Leben retten. Durch diesen Wächter wird ein Entstehungsbrand frühzeitig erkannt – noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben.“ Der laute Alarm des Rauchmelders (85 Dezibel) warnt auch im Schlaf, sodass man den Gefahrenbereich rechtzeitig mit seiner Familie verlassen und sich in Sicherheit bringen kann.



BRANDSCHUTZ
Bereits seit einigen Jahren werden zur Brandfrüherkennung im Haushalt und Wohnbereich kostengünstige (15 bis 25 Euro), batteriebetriebene Rauchmelder angeboten. Tipp: Nur geprüfte Rauchmelder kaufen (CE-Kennzeichnung). Installierung zumindest im Schlaf- und Kinderzimmer, besser auch noch in Vorraum und Wohnzimmer.

 Hat man einen Feuerlöscher zur Hand, könnte der Entstehungsbrand auch frühzeitig bekämpft und dadurch größerer Schaden verhindert werden. Daher wäre es ratsam, sich mit der Bedienung eines solchen Löschgerätes vertraut zu machen. Im Brandfall ist es dann aber auch wichtig, nach den Verhaltensregeln Alarmieren – Retten – Löschen vorzugehen.
Der Feuerwehrnotruf: 122

 Die klirrende Kälte der vergangenen Tage lässt Kamine und Öfen glühen. Funkenflug und überhitzte Kamine führen immer wieder zu Bränden: Offenes Feuer nie unbeaufsichtigt lassen.




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