Er war perfekt getarnt und hatte ein perfektes Auftreten: So gelang es dem 47-jährigen Österreicher Claes A., eine Neunkirchner Ärztin um den Finger zu wickeln. Er brachte die Frau um ein Vermögen von über 100.000 Euro.
Es war im Vorjahr, als die Medizinerin den Mann über eine Internet-Tauschbörse kennen lernte. Rasch baute er zu der Frau ein Vertrauensverhältnis auf und zog Ende Juni an die Wohnadresse der Ärztin in Neunkirchen. Doch genauso rasch, wie sich das Verhältnis entwickelt hatte, war es auch wieder beendet. Denn am 23. Dezember verschwand der Mann plötzlich. Zuerst befürchtete sie einen Unfall, doch als sie am nächsten Tag Geld aus dem Tresor nehmen wollte und der sich nicht mehr öffnen ließ, schöpfte die 54-Jährige Verdacht. Auch die beiden anderen Tresore ließen sich nicht mehr aufsperren, und schließlich fehlten Schmuck und Bargeld im Wert von mehr als 100.000 Euro.
Da der Verdächtige Wertkartenhandys benutzte und im Internet sein Profil gelöscht hatte, dauerte die Ausforschung fast zwei Monate. Schließlich konnte er in Wien aufgegriffen werden.
Zu den Vorwürfen ist er nicht nur geständig, er wird sogar noch mit einer weiteren ähnlichen Tat in Zusammenhang gebracht. Vom Geld und dem Schmuck fehlt jede Spur: Der Mann dürfte sogar einen Urlaub mit der Ärztin mit dem gestohlenen Schmuck finanziert haben.







