VON JUTTA HAHSLINGER
Wortkarg zeigte sich der 39-jährige Rumäne Titi Constantin vor dem Korneuburger Schöffen senat. Er brauchte auch nicht viel sagen, denn die Beweise (sichergestellte DNA-Spuren), die gegen ihn vorlagen, ließen keine Ausreden oder Ausflüchte zu.
So konnte Constantin eindeutig jener vierköpfigen Tätergruppe (abgesondert verfolgt) zugeordnet werden, die in der Nacht vom 12. auf den 13. November 2010 in Neudorf bei Staatz den Foyerbankomaten der Erste-Bank-Filiale mit Brachialgewalt aus der Verankerung gerissen und mit einem zuvor gestohlenen Fluchtfahrzeug abtransportiert hat.
Nach Verbringung der Beute nach Tschechien kehrte die Bande noch in der gleichen Nacht ins Weinviertel zurück, wo sie in Wildendürnbach erneut ihr Glück versuchte. Beim Aushebeln des Foyerbankomaten aus der Verankerung wurden die Täter aber von zwei Passanten beobachtet, die sofort die Polizei alarmierten. Das Quartett roch aber Lunte und flüchtete – das zuvor in Gnas gestohlene Fluchtfahrzeug (ein Audi A6), Einbruchswerkzeug, Tragegurte und die Beute zurücklassend.
Gegen Constantin wurde schließlich ein europäischer Haftbefehl erlassen. Am 1. September konnte er in Spanien verhaftet werden. Der Rumäne wurde wenige Tage später nach Österreich überstellt. Zwei Mittäter konnten noch nicht ausgeforscht werden. Gegen Bandenmitglied Liviu Popa läuft die Fahndung.
Der in seiner Heimat bereits mehrfach vorbestrafte Rumäne Constantin wurde wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls (teils durch Einbruch, teils versucht) von Richter Rainer Klebermaß zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt (nicht rechtskräftig).







