Sie befreien Unfallopfer, löschen Brände, pumpen Wasser aus Kellern ... aber seit die Tageszeitung Kurier am 12. Februar einen Artikel über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Anschaffung des Dienstwagens von Bundes- und Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta veröffentlicht hat, standen diese freiwilligen Leistungen der Kameraden eher im Hintergrund.
Um Licht in die Affäre zu bringen, hat der für das Feuerwehrwesen zuständige Landesrat Stephan Pernkopf in der vergangenen Woche einen Wirtschaftsprüfer beauftragt, die Vorwürfe gegen Josef Buchta zu prüfen. Konkret hatte der Kurier Buchta vorgeworfen, sich beim privaten Kauf eines Neuwagens einen Förderrabatt für die ehrenamtliche Organisation im Ausmaß von 48 Prozent erschlichen zu haben. Buchta selbst bestreitet das vehement. Weil die Angelegenheit unter den über 96.000 Freiwilligen Feuerwehrmännern und -frauen aber für einige Aufregung gesorgt hatte, wurden noch am 12. Februar sämtliche Bezirkskommandanten zu einer Besprechung in die Zentrale nach Tulln einberufen. Buchta drohte mit rechtlichen Schritten. Dem ist nun Landesrat Pernkopf zuvorgekommen, seit Mitte vergangener Woche werden die Vorgänge rund um die Anschaffung von Buchtas BMW 530 Grand Touring geprüft.
Über einen Dienstwagen verfügen bei der Freiwilligen Feuerwehr NÖ neben Buchta auch sein Stellvertreter sowie alle 21 Bezirksfeuerwehrkommandanten.
Übrigens: Im Windschatten der Affäre hat der Landesverband die Bilanz des Jahres 2011 vorgelegt: In knapp 65.000 Einsätzen (1640 mehr als 2010) haben die Kameraden 1769 Menschen das Leben gerettet. Der Aufwand dieser Einsätze summiert sich auf 8,4 Millionen freiwillig geleisteter Einsatzstunden.







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