VON FLORIAN BRUCKMÜLLER
Mit einem neuen Konzept möchte das amerikanische Startup Lytro die Welt der Fotografie aufrütteln. Und zwar mit einer digitalen Fotokamera ohne Fokus! Auf den Fotos des Geräts würde sich, dank einer speziellen Technologie, im Nachhinein auf verschiedene Objekte scharf stellen lassen. Im Gegensatz zu normalen Kameras erfasst die Lytro-Kamera nicht nur die Position und die Intensität eines Lichtstrahls, sondern auch die Richtung, mit welcher dieser auf den Bildsensor fällt. Dies wird durch ein Gitter aus mehreren Mikrolinsen ermöglicht.
Die Idee zu dieser Technik ist aber nicht neu: Schon seit mehreren Jahren versuchten sich einige Firmen an dieser Art von Bildverarbeitung – der Aufwand und die Kosten standen jedoch in keiner Relation …
Lytro ermöglicht eine neue Form der Fotografie
Die Lytro-Kamera ist sehr handlich ausgefallen und besitzt auf der Rückseite ein 1,46 Zoll großes Touchscreendisplay, auf dem man sofort die geschossenen Bilder betrachten und bearbeiten kann. Die im Gerät verwendete Optik besitzt acht Zoom-Stufen und eine konstante Blende von f/2, die sich mit handelsüblichen Kompaktkameras durchaus messen kann. Bezüglich der Auflösung spricht man bei Lytro nicht von klassischen Megapixeln, sondern von elf Millionen Lichtstrahlen (oder „11 Megarays“).
Das günstigste Einsteigermodell besitzt einen 8 GB internen Speicher (rund 350 Bilder), die größere Version kommt auf 16 GB (rund 750 Bilder). Die zum Bearbeiten der Fotos notwendige Software werde es zunächst nur für den Mac geben, die Windows-Version soll folgen.
Die Kameras können exklusiv über die Homepage der Firma bestellt werden, die Auslieferung beginnt in wenigen Wochen.







