NÖN: Diese Woche sind Sie wieder in der Bühne im Hof zu Gast – mit Ihrem Programm „Lustvoll leben – Version 10in2“. Geht’s da um Lust? Frust? Glück? Gewicht?
Ludwig: Es geht wirklich ums lustvolle Leben. Das Gewicht ist da nur eine milde Nebenwirkung. Das klingt so unglaublich, aber es ist ganz einfach: einen Tag essen, einen Tag nicht. Wenn ich das vor zehn Jahren gewusst hätte, hätte ich mir einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt erspart!
NÖN: Der Titel klingt ja mehr nach einer Therapiestunde als nach einem Kabarettabend. Was hat ein Therapeut, was auch ein Kabarettist brauchen kann?
Ludwig: Das frag’ ich auch am Ende, ob das jetzt ein Seminar oder ein Kabarett war. Im Schnitt muss das 50:50 ausgehen, sonst änder’ ich das Programm! Der Ursprung war ja der Hofnarr, der durfte die Wahrheit sagen, ohne dass er geschlachtet wird. Und aus dem Hofnarren haben sich die Kabarettisten und die Psychologen entwickelt.
NÖN: Das, was Sie seit 20 Jahren auf der Bühne „predigen“, haben Sie alles selbst durchgemacht – vom Übergewicht bis zum Herzinfarkt. Macht es das leichter? Und darf man eigentlich über alles lachen?
Ludwig: 80 Prozent ist autobiographisch, was Anderes könnt’ ich gar nicht spielen! Man muss über einen Herzinfarkt lachen – das ist das Gleitmittel, damit man etwas ändert!
NÖN: Ihr jüngstes Programm gibt’s nicht nur im Kabarett. Sondern auch als Buch – und demnächst sogar im Kino. Das hört sich schon fast nach einer Mission an…
Ludwig: Es ist der erste Dokumentar-Kabarettfilm – und der wird toll! Das ist schon eine Mission, eine Mission very possible!
NÖN: Was braucht denn die österreichische Kabarettszene derzeit am dringendsten?
Ludwig: Einer, der heute mit dem Kabarett anfängt, ist ein armes Schwein. Ich hab’ ja den Vorteil, dass ich noch nie geprobt hab’…
NÖN: Was wollen Sie noch verwirklichen?
Ludwig: Das nächste Programm wird „Göttliche Komödie“ heißen und vom „Heiligen Bernhard“ handeln…







